nach oben| Waren- und Dienstleistungseinkäufe
Der Einkauf von Waren und Dienstleistungen zeigt nach Jahren der deutlichen Steigerungen 2017 einen auffälligen Rückgang um minus 8,4%. Besonders branchenwirksam werden die zurückhaltenden Einkäufe der Kino- und TV-Film-Produzent*innen, die 2017 um fast 82 Mio. Euro weniger ausgeben als im Jahr davor. Die Kinos stagnieren hier auf hohem Niveau, die Werbefilmer*innen sind das einzige Segment mit deutlichen Zuwächsen. Die 15,5% Steigerung machen aber absolut nur etwa mehr als 4 Mio. Euro aus und damit sinken die Ausgaben beim Einkauf von Waren und Dienstleistungen in der Branche insgesamt um fast 90 Mio. Euro.

Dieses erstaunliche Phänomen lässt sich wieder auf die Entwicklungen eines Bundeslandes zurückführen. In Salzburg sind es 6,3% aller Produktionsunternehmen, die aktuell 18,6% (im Vorjahr aber 27,4%) aller unselbständig Beschäftigten aufweisen, 38,5% des österreichischen Personalaufwands aufwenden, 44,4% des bundesweiten Produktionswertes erreichen, 61,6% der Vorleistungen einkaufen und 70,1% aller Investitionen verantworten.

Die Investitionen der Salzburger Produktionsunternehmen stiegen während des Zeitraumes 2011 bis 2015 von 0,3 Mio. Euro auf 39,2 Mio. Euro, sinken seither aber kontinuierlich und liegen 2017 bei 21 Mio. Euro.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2017, eigene Berechnungen
 
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nach oben| Bruttoinvestitionen
Die Salzburger Werte schlagen bei den Bruttoinvestitionen, dem verlässlichen Indikator der Branchenentwicklung, im vierten Jahr dieser Entwicklung erneut deutlich auf die Gesamtwerte der Branche durch. Die Salzburger Betriebe haben innerhalb der Kino- und TV-Filmproduzent*innen nun deutlich weniger investiert (minus 35,0% gegenüber 2016), die österreichweiten Investitionen sinken damit um 29,4%. Angesichts der gesunkenen Investitionen der Verleihfirmen (minus 36,3% im Jahresabstand) und der nicht unerwarteten Reduktion der Investitionen der Videotheken bleiben nur die Kinos, die ihre Zukunftskraft stärker ausbauen. In Summe aber bedeutet das einen Rückgang der Investitionen um 17,7% im Jahresabstand.

Damit ist aber auch die nahezu eindimensionale Abhängigkeit der Investitionen von den Kino- und TV-Filmproduzent*innen weiter reduziert worden (aktuell 59,9 %, zuvor 69,7 im Jahr 2016 und 74,5% im Jahr 2015 bzw. sogar mehr als 80% aller Investitionen durch diese Produzent*innen in den Jahren unmittelbar davor) und die Kinos übernehmen mit mittlerweile mehr als einem Drittel der investierten Summen (34,4%) eine zunehmend wichtige Rolle. Auffallend ist aber, dass alle anderen Bereiche de facto noch weniger investieren als im Jahr davor.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2017, eigene Berechnungen
 
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nach oben| Bruttowertschöpfung
Die Bruttowertschöpfung, also die finanzielle Leistungskraft der Unternehmen (Umsatzerlöse minus Vorleistungen plus Subventionen minus Steuern minus Abgaben) hält das im Jahr 2014 erreichte Niveau tendenziell, verliert im Jahresvergleich mit minus 3,8% aber doch und liegt damit nur mehr geringfügig über dem Niveau von 2014.

Während der Werbefilm als einzige Sparte die Bruttowertschöpfung erhöhen konnte, verlieren vor allem das Kino und der Kino- und TV-Film (in absoluten Zahlen) bzw. der Wirtschaftsfilm relativ.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2017, eigene Berechnungen
 
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