nach oben| Filmwirtschaft
  • Die Filmwirtschaft erzielt 2017 Erlöse und Erträge in Höhe von rund 1,4 Mrd. Euro (1.408 Mio. Euro) und beschäftigt 7.947 Mitarbeiter*innen (Statistik Austria und eigene Berechnungen).
  • In Summe sind es 2.394 Unternehmen, die den Schwerpunkt ihrer Tätigkeit in der Filmwirtschaft angeben. Mehr als drei Viertel (77,0%) davon sind Produktionsunternehmen im Bereich Kino- und TV-Filmherstellung. Weitere 10,7% beschäftigen sich vorwiegend mit der Produktion von Werbe- oder Wirtschaftsfilmen.
  • Der überwiegende Anteil der Unternehmen (95,0%) hat weniger als zehn Beschäftigte. Vor allem im Bereich der Produktionsfirmen (Kino- und TV-Film) aber erzielen größere Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeiter*innen deutlich höhere Erlöse und Erträge pro Mitarbeiter*in: So sind es 3,5% der Produktionsfirmen (Kino- und TV-Film), die knapp 74,8% der Erlöse und Erträge erwirtschaften. Diese Verteilung ist seit Jahren konstant.
  • 2017 hat die Branche nach einer Verlangsamung des Wachstums in den Jahren davor um 4,5% weniger Erlöse und Erträge erwirtschaftet als im Jahr 2016. Einige Bereiche zeigen allerdings abweichende Entwicklungen. Produktionsunternehmen sind mit minus 5,6% doch deutlich zurückgefallen, der Wirtschaftsfilm hat sogar fast ein Fünftel an Umsatz verloren. Der Werbefilm aber kann seine Aufwärtsbewegung der letzten Jahre fortsetzen und ein Wachstum der Erlöse und Erträge im Ausmaß von plus 16,8% erzielen. Damit ist dieser Bereich aber die große Ausnahme. Die Nachbearbeitung verliert im Schnitt (minus 4,5%), das Kino kann seine Werte halten (minus 0,2%). Verleihfirmen müssen ein Minus von 6,3% verzeichnen und die Videotheken verlieren neuerlich 12,5%
  • Diese Entwicklung der Erlöse und Erträge schlägt sich in den Beschäftigungszahlen (noch) nicht nieder, die insgesamt mit einem Zuwachs von 0,4% konstant bleiben. Neben den Beschäftigten in den Videotheken (minus 26,0%) sind es Beschäftigte im Verleih (minus 4,6%), in der Nachbearbeitung (minus 12,8%) bzw. auch im Wirtschaftsfilm (minus 10,6%), die zu den Verlierer*innen zählen. Der Werbefilm bestätigt das Wachstum auch durch vergleichbare Zuwächse an Beschäftigten (plus 17,6%). Das Segment des Kino- und TV-Films beschäftigt trotz sinkender Erlöse und Erträge um 3,7% mehr Mitarbeiter*innen als im Jahr davor.