nach oben| Geförderte Kinofilme im ORF
2018 wurden 131 von den österreichischen Förderinstitutionen geförderte Kinofilme im österreichischen Fernsehen in den Programmen ORF EINS und ORF 2 ausgestrahlt. Im Jahr 2016 waren es lediglich 89 und im Jahr 2017 waren es 111 geförderte Kinofilme. Damit übertrifft das Jahr 2018 den bisherigen Rekordhalter, das Jahr 2015, in dem 115 geförderte Filme nur in den beiden Programmen ORF EINS und ORF 2 gezeigt wurden, deutlich.

Die Zunahme ist wieder in erster Linie auf die Spielfilme (plus 17!) zurückzuführen, bei den Dokumentarfilmen ist es ein Plus von lediglich drei Filmen. In Summe wurden 2018 damit in den beiden Programmen ORF EINS und ORF 2 115 geförderte Spielfilme und 16 Dokumentarfilme, die durch die öffentliche Hand mitfinanziert wurden, gezeigt.

Immerhin 27 geförderte Filme wurden 2018 zum ersten Mal im ORF gezeigt und weitere 23 Filme zum zweiten Mal. Beachtliche 81 Filme (und damit mehr als 60% aller ausgestrahlten Produktionen) wurden zuvor schon zumindest zwei Mal gezeigt. Rekordhalter ist ein Spielfilm, der 17 Mal gezeigt wurde.

Spitzenreiter bei den Erstausstrahlungen auf ORF EINS:
Bauer unser (Dok) von Robert Schabus, 385.000 Zuseher*innen
Das ewige Leben (Komödie, Krimi) von Wolfgang Murnberger, 358.000 Zuseher*innen
Streif - One Hell of a Ride! (Dok) von Gerald Salmina mit 327.000 Zuseher*innen


Spitzenreiter bei den Erstausstrahlungen auf ORF 2:
Maikäfer flieg von Mirjam Unger, 405.000 Zuseher*innen
Die Trapp Familie - Ein Leben für die Musik von Ben Verbong, 364.000 Zuseher*innen
Egon Schiele: Tod und Mädchen von Dieter Berner, 287.000 Zuseher*innen

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Geförderte Kinofilme, Ausstrahlungen
ORF EINS, ORF 2
Quelle: Filminstitut
 
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Geförderte Kinofilme
ORF EINS, ORF 2
Quelle: Filminstitut
 
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ohne Service-Wiederholungen
Angaben unvollständig
geförderte Kinofilme, die in ORF EINS und ORF 2 gezeigt wurden
Quelle: Filminstitut
 
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D Dokumentarfilm
F Spielfilm
Angaben unvollständig
Quelle: Filminstitut
 
nach oben| Ausstrahlung Kinofilme in ORF 2 Lade Tabelle
D Dokumentarfilm
F Spielfilm
1/ Ausländische Produktion mit finanzieller Unterstützung von Filmstandort Austria
Angaben unvollständig
Quelle: Filminstitut
 
nach oben| ORF III Unterhaltung mit Haltung
Der ORF hat unter dem Titel ORF III Kultur und Information im Jahr 2011 einen Fernsehsender gegründet, dessen fokussiertes Programm ganz spezifischen gesetzlichen Aufträgen Rechnung trägt. Es soll Themen der Politik, Kunst, Kultur und Wissenschaft umfassen. In diesem Zusammenhang wurde auch die Sendeleiste "Der Österreichische Film" nicht konzipiert, um dem Publikum leichte Unterhaltung zu bieten, sondern um ihm das heimische Filmschaffen als Kulturgut näher zu bringen und die österreichische Identität zu stärken. Entsprechend seines Kernauftrages fiel der gesamte Unterhaltungsanteil mit 13% im Jahr 2018 im Vergleich zu anderen deutschsprachigen Fernsehsendern verhältnismäßig gering aus. Auch der Anteil an fiktionalen Inhalten (Filme/Serien) belief sich auf lediglich 9,7% der gesamten Sendezeit.

Bei der Betrachtung der gesendeten Filme und Serien wird deutlich, dass es eine klare Dominanz jener Produktionen gibt, die einen eindeutigen Bezug zum heimischen Filmschaffen haben, d.h. also entweder über österreichische Publikumslieblinge in Hauptrollen verfügen oder aber in Österreich gedreht bzw. produziert worden sind. Dies traf auf knapp 80% aller gesendeten Filme und Serien zu. ORF III bot im Jahr 2018 seinem Publikum etwa umfassende Retrospektiven zu Publikumslieblingen wie Christiane Hörbiger, Romy Schneider und Hans Moser.

Selbstredend sind auch jene Filmproduktionen, die im Zuge des Film/Fernseh-Abkommens mit dem Österreichischen Filminstitut entstanden sind, im Programm von ORF III prominent vertreten. Insgesamt wurden 26 Spielfilme im Jahr 2018 zur besten Sendezeit ausgestrahlt, wie etwa Die Gottesanbeterin, Tafelspitz oder Der Blunzenkönig. Jene Filme, die im Hauptabend gezeigt wurden, erreichten im Schnitt 87.000 Zuseher*innen und damit einen Marktanteil von über 3%.

Außerdem kamen auch einige Dokumentarfilme zum Einsatz, die vom Österreichischen Filminstitut gefördert wurden. Etwa der Film Empire Me - Der Staat bin ich, Über Wasser, Hubert von Goisern – Brenna tuat’s schon lang und Sisi… und ich erzähle euch die Wahrheit. Im Durchschnitt konnten bei Erstausstrahlung rund 39.000 Zuseher*innen erreicht werden.

Die kulminierte Reichweite aller Produktionen des Österreichischen Filminstituts lag im Jahr 2018 bei 1,6 Millionen Zuseher*innen.