nach oben| Struktur der Kinobesuche
Im Auftrag des Kinowerbevermarkters cinecom führt das Marktforschungsinstitut GfK seit 2011 eine repräsentative Kino-Mediengattungsstudie (cine.ma) zur Messung der Struktur und des Besuchsverhaltens der Kinobesucher*innen durch, die unter anderem auch die wichtigsten soziodemografischen Informationen liefert. Durch laufende methodische Innovationen und Ausweitung der Stichprobe wird das Instrument stetig weiterentwickelt und den aktuellen Entwicklungen angepasst.

Eine seit dem Bericht für das Jahr 2012 bestehende Kooperation des Österreichischen Filminstituts mit cinecom ermöglicht es, diese Daten für den Filmwirtschaftsbericht zu nutzen und die wichtigsten Angaben zur Struktur der Kinobesuche und der Kinobesucher*innen zu Verfügung stellen zu können.

Die cine.ma weist für 2017 eine steigende Zahl der Kinobesucher*innen auf, also jener Personen, die 2017 mindestens einmal im Kino waren: Im Jahr 2014 waren es in Summe 3,4 Millionen (über 14 Jahren), 2015 dann 3,5 Millionen und im Jahr 2016 letztlich 3,2 Millionen. Für das Jahr 2017 sind es 3,7 Millionen Besucherinnen und Besucher.

Da vor allem in den beiden Zielgruppen unter 30 Jahren die Anzahl der Kinobesuche zurückgegangen ist, führt dies auch 2017 zu einem weiteren Anstieg des Durchschnittsalters der Kinobesucher*innen. Im Jahr 2013 hat die*der durchschnittliche Kinobesucher*in die Altersgrenze von 40 Jahren überschritten, seither steigt das Durchschnittsalter der Besucher*innen heimischer Kinos um zwei bis drei Monate pro Jahr, 2017 beträgt es bereits 40,6 Jahre.

In den drei Altersgruppen ab 50 Jahren nimmt die Frequenz der Kinobesuche kontinuierlich zu, auch wenn die Twens das nominell stärkste Publikumssegment sind.

Sowohl die Daten der Marktforschung als auch die Ergebnisse des Box Offices zeigen, dass die Menschen Komödien sehen wollen. Dies wurde 2017 mit 110 erstaufgeführten Komödien und mehr als einem Viertel der Filmgenres zwar auch angeboten, die Akzeptanz dieses Genres blieb aber unter dem früherer Jahre. 2017 erzielte eine durchschnittliche Komödie 31.399 Besuche. 2015 waren es über 36.000 Besuche bei erstaufgeführten Komödien.

Die Gesamtbesuchszahl der Filme in den österreichischen Kinos schwankt sinuskurvenartig um 17 Millionen. Maßgeblich verursacht wird dies durch das Filmangebot und die Ausrichtung der Filme auf die unterschiedlichen Zielgruppen. Es gibt Jahre, in denen das Filmangebot lediglich eine enge Zielgruppe anspricht und es gibt Jahre mit mehreren Blockbustern, die jeweils mehr als 800.000 oder 900.000 Besuche erzielen. 2017 zeichnet sich erneut durch einen Mangel an Blockbustern aus. Lediglich zwei Filme erzielten mehr als 500.000 Besuche; 2015 waren es etwa sechs Filme, die diese Marke übertreffen konnten.
nach oben| Kinobesucher*innen 2014-2017 Lade Tabelle
Quelle: cine.ma
 
nach oben| Kinobesuche nach Alter
 
 
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nach oben| Besuche im Kino 2014-2017 Lade Tabelle
Quelle: cine.ma
 
nach oben| Besuchspotential 2014-2017 Lade Tabelle
Quelle: cine.ma
 
nach oben| Besuchsfrequenz 2014-2017 Lade Tabelle
Quelle: cine.ma