nach oben| Struktur der Kinobesuche
Im Auftrag des Kinowerbevermarkters cinecom führt das Marktforschungsinstitut GfK seit 2011 eine repräsentative Kino-Mediengattungsstudie (cine.ma) zur Messung der Struktur und des Besuchsverhaltens der Kinobesucher*innen durch, welche unter anderem auch die wichtigen soziodemografischen Informationen liefert. Durch laufende methodische Innovationen und Ausweitung der Stichprobe wird das Ergebnis stetig weiterentwickelt und den aktuellen Entwicklungen angepasst.

Eine seit dem Bericht für das Jahr 2012 bestehende Kooperation des Österreichischen Filminstituts mit cinecom ermöglicht es, diese Daten für den Filmwirtschaftsbericht zu nutzen und die wichtigsten Angaben zur Struktur der Kinobesuche und der Kinobesucher*innen zu Verfügung stellen zu können.

Die cine.ma weist für 2016 leicht sinkende Zahlen der Kinobesucher*innen auf, also jenen Personen, die 2016 mindestens einmal im Kino waren: Im Jahr 2013 waren es in Summe 3,7 Millionen (über 14 Jahren), 2014 dann 3,4 Millionen und 2015 waren es 3,5 Millionen. Für das Jahr 2016 sind es 3,2 Millionen Besucherinnen und Besucher.

Da vor allem in den Zielgruppen unter 30 Jahren die Anzahl der Kinobesuche zurückgegangen ist, führt dies auch 2016 zu einem weiteren Anstieg des Durchschnittsalters der Kinobesucher*innen. Im Jahr 2013 hat die*der durchschnittliche Kinobesucher*in die Altersgrenze von 40 Jahren überschritten, seither steigt das Durchschnittsalter der Besucher*innen heimischer Kinos um zwei bis drei Monate pro Jahr, 2016 beträgt es bereits 40,4 Jahre.

Die Gesamtbesuchszahl schwankt sinuskurvenartig um 17 Millionen. Maßgeblich verursacht wird dies durch das Filmangebot und die Ausrichtung der Filme auf die unterschiedlichen Zielgruppen. Es gibt Jahre, in denen das Filmangebot lediglich eine enge Zielgruppe anspricht und es gibt Jahre mit mehreren Blockbustern, die jeweils mehr als 800.000 oder 900.000 Besuche erzielen. 2016 zeichnet sich durch einen Mangel an Blockbustern aus. Lediglich ein Film erzielte mehr als 500.000 Besuche; im Jahr davor etwa waren es sechs Filme, die diese Marke übertreffen konnten.

Sowohl die Daten der Marktforschung als auch die Ergebnisse des Box Offices zeigen, dass die Menschen Komödien sehen wollen. Dies wurde 2016 mit 109 erstaufgeführten Komödien und mehr als einem Viertel der Filmgenres zwar auch angeboten, die Akzeptanz dieses Genres blieb aber unter dem der Vorjahre. 2016 betrug die Zahl der Durchschnittsbesuche für Komödien 28.550 Besuche, im Jahr zuvor waren es knapp 36.000 bei 99 erstaufgeführten Komödien.

2016 dürfte in erster Linie den Geschmack der Kernzielgruppe Kinobesucher*innen getroffen haben, da eine schrumpfende Anzahl an Personen öfter ins Kino ging, als in den Jahren davor. Die Frequenz der Kinobesuche nimmt aktuell in der Altersgruppe von 14 bis 39 Jahren zu, ebenso setzt sich der Anstieg der Besuchsfrequenz beim weiblichen Kinopublikum konsequent fort. Damit kann die Anzahl der Kinobesuche relativ konstant gehalten werden.
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Quelle: cine.ma
 
nach oben| Kinobesuche nach Alter
 
 
nach oben| Kinobesuche nach Geschlecht
 
 
nach oben| Kinobesuche 2013-2016 Lade Tabelle
addiert man die Alters-Teilzielgruppen so kommt es zu Rundungsdifferenzen zur Ermittlung der Kinobesuche 14+
Quelle: cine.ma
 
nach oben| Besuchspotenzial 2013-2016 Lade Tabelle
Quelle: cine.ma
 
nach oben| Besuchsfrequenz 2013-2016 Lade Tabelle
Quelle: cine.ma