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Der Filmwirtschaftsbericht hat die Aufgabe, die Gesamtheit des Filmschaffens in Österreich als Teil der audiovisuellen Industrie darzustellen. Ein Kernelement (nicht zuletzt auch definiert durch das Filmförderungsgesetz §2, lit. c) ist dabei die Erfassung der wirtschaftlichen Eckdaten der Branche. Mit dem Filmwirtschaftsbericht 2017, F+F 16 werden die Daten zum Thema Filmwirtschaft nun zum achten Mal in Folge auf Basis der Leistungs- und Strukturstatistik der Statistik Austria dargestellt. Durch diese Zeitreihe wird eine Datenqualität in der Darstellung der Entwicklungen erreicht, die tatsächliche Veränderungen nachzeichnet und die wirtschaftliche Situation der Branche im Detail darstellt, die Aufs und Abs beeindruckend klar zeigt.

„Die Leistungs- und Strukturstatistik der Statistik Austria erlaubt wichtige Aussagen über die Struktur, Tätigkeit, Beschäftigung, Investitionstätigkeit und Leistung der Unternehmen auf nationaler und regionaler Ebene in der Gliederung nach Wirtschaftsbereichen entsprechend der ÖNACE. Diese Statistik wird in Form einer sogenannten Konzentrationsstichprobe (Vollerhebung mit variablen Abschneidegrenzen unter Berücksichtigung eines Repräsentanzkriteriums) bei gleichzeitiger konsequenter Nutzung verfügbarer Verwaltungsquellen (Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Finanzbehörden sowie ab 2008 auch Lohnzetteldaten) und von Synergien zwischen statistischen Erhebungen im Sinne des Bundesstatistikgesetzes 2000 erstellt. Alle Unternehmen unterhalb der gesetzlich vordefinierten Schwellenwerte (Abschneidegrenzen) werden mittels eines modellbasierten Ansatzes zur Datenergänzung mit Hilfe der verfügbaren Verwaltungsdaten auf Mikroebene berechnet“ (Statistik Austria). Statistik Austria berücksichtigt nur jene Unternehmen, die nach eigenen Angaben im jeweiligen Bereich ihren Tätigkeitsschwerpunkt haben. Gerade in den oft durch mehrere unterschiedliche Tätigkeiten gekennzeichneten Bereichen der Filmwirtschaft wird so sichergestellt, dass die tatsächlichen Akteure berücksichtigt werden und nicht nur die laut Gewerbeschein definierten Unternehmen.

Bei den kumulierten Umsätzen ist zu beachten, dass die Vorleistungen hier nicht abgezogen sind. Die dargestellten Werte entsprechen also weitgehend den Produktionswerten und nicht der Wertschöpfung. In den Umsätzen der Kinos sind so etwa Umsätze der Produktionsunternehmen oder der Verleihfirmen enthalten, und auch die Umsätze der Nachbearbeitung sind Vorleistungen, die bei den Produktionsunternehmen Ausgaben bedeuten. 

Seit acht Jahren stellt Statistik Austria aufgrund modifizierter Erhebungstechniken Daten zur Filmwirtschaft in einer zuvor nicht gekannten Qualität und Tiefe zur Verfügung. Innerhalb der Zeitreihe ab 2008 ist es möglich, auf der Grundlage der Leistungs- und Strukturstatistik einen Vergleich über die jeweils letzten Jahre anzustellen. Damit lassen sich die wesentlichen Parameter der Filmwirtschaft von der Anzahl der Unternehmen bis hin zum Investitionsverhalten, aber auch die Beschäftigungssituation detailliert in ihrer Entwicklung ablesen.

Die Vergleiche über die Jahre bieten eine Menge Informationen zu übergreifenden Entwicklungen, die erst aus dieser Perspektive in ihrer gesamten Relevanz erkennbar werden. So werden etwa die Auswirkungen der Digitalisierung der Kinos in ihren Auswirkungen auf Verleihfirmen deutlich, noch stärker aber die Veränderungen im Nutzungsverhalten der Verbraucher*innen im Gefolge technischer Revolutionen auf die Entwicklung der Videotheken.

In Summe ist die Filmwirtschaft eine relativ kleine aber durchaus dynamische Branche. Angesichts von Umsatzerlösen im Umfang von insgesamt 707,9 Mrd. Euro (Produktion und Dienstleistungen ohne öffentliche Verwaltung, Erziehung und Unterricht, Sozialwesen und Kunst bzw. Unterhaltung und Erholung) bedeuten die 932 Mio. Euro 0,13% der Umsätze. Was die Anzahl der Unternehmen betrifft (2.278 von insgesamt 328.638 Unternehmen im Bereich Produktion und Dienstleistungen), erreicht die Branche allerdings 0,7% und bei den Beschäftigten (7.889 von 2.861.971) sind es 0,3%. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Position der Filmwirtschaft im Gesamtspektrum nicht verändert, bleibt damit eine pro Unternehmen vergleichsweise beschäftigungsschwache, vor allem aber umsatzschwache Branche.


Innerhalb der Filmwirtschaft ist der Bereich „Kino- und TV-Film" mit 73% der Unternehmen (und damit nach lange steigenden Anteilen stabil), 58% der Umsätze und bereits 60% der Beschäftigten der mit Abstand bedeutendste Bereich. Diese besondere Rolle der Unternehmen aus dem Bereich der Film- und Fernsehproduktion wird auch durch die nun weitgehend stabile Führungsrolle (nachdem über die letzten Jahre kontinuierlich wachsenden Anteile an den Branchenwerten erzielt wurden) bestätigt. Mit vergleichsweise wenigen Unternehmen (94 wirtschaftliche Einheiten entsprechen rund 4%) erwirtschaften die Kinos allerdings bereits 21% der Umsätze des gesamten Sektors und beschäftigen rund 24% aller Erwerbstätigen. Die Verleih- und Vertriebsunternehmen als dritter wesentlicher Player erzielen mit 2,6% der Unternehmen 9% der Umsätze und beschäftigen 2,4% aller Branchenmitarbeiter*innen.


Die Branche wird traditionell durch kleine Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten dominiert. 90% aller Unternehmen weisen höchstens neun Beschäftigte auf. Da die Produktionsfirmen der mit Abstand wichtigste Bereich innerhalb der Branche sind (und bei den kleineren Segmenten die Subgruppen aufgrund der Geheimhaltungsvorschriften oft nicht ausgewiesen werden dürfen) wird die relative Bedeutung der größeren Unternehmen anhand dieses Beispiels dargestellt. Weniger als 3,5% aller Produktionsunternehmen (das sind 58 Firmen) weisen zehn oder mehr Mitarbeiter*innen auf. 34 Unternehmen davon haben zehn bis 19 Mitarbeiter*innen, 15 weisen 20 bis 49 Mitarbeiter*innen auf, sieben Unternehmen haben 50 bis 249 Beschäftigte und letztlich beschäftigen zwei Unternehmen 250 oder mehr Beschäftigte im Jahresdurchschnitt. Diese knapp 4% allerdings erzielen 55% der Umsatzerlöse aller Produktionsfirmen aus dem Film- und Fernsehbereich und beschäftigen 43% aller Mitarbeiter*innen. Die kontinuierlich gewachsene Bedeutung der Produktionsfirmen wird seit mehreren Jahren in erster Linie durch die größeren Einheiten getragen, die sich auch 2015 in erster Linie bei den Beschäftigtenzahlen fortsetzt.

Während die Produktionsunternehmen (Kino- und TV-Film) mit weniger als zehn Beschäftigten im Schnitt rund 91.000 Euro (im Jahr zuvor waren es 90.000 Euro) pro Mitarbeiter*in erwirtschaften, sind es bei den größeren Unternehmen rund 149.000 Euro (2014 waren es ebenfalls 158.000 Euro). Die Unterschiede zwischen den pro Mitarbeiter*in erwirtschafteten Umsätzen in größeren und kleineren Unternehmen sind damit mit rund 60.000 Euro seit zwei Jahren auf vergleichsweise niedrigem Niveau stabil. In früheren Jahren hatte die Differenz mehr als 100.000 Euro betragen.

Die Angaben zum Kapitel Filmwirtschaft beziehen sich zum größten Teil auf die jüngst verfügbaren Daten der Leistungs- und Strukturstatistik der Statistik Austria aus dem Jahr 2015. Die Angaben liegen daher gegenüber den anderen Daten in diesem Bericht um ein Jahr zurück.

Wo auf Ebene eines Bereiches (Filmverleih sowie Nachbearbeitung) Statistik Austria wegen kleiner Fallzahlen keine Werte ausweist, wurden die fehlenden Werte auf dieser Ebene geschätzt. In den Subgruppen (etwa in der Aufteilung nach
Unternehmensklassen) wurde auf Schätzungen verzichtet.

Unternehmen werden von Statistik Austria einem Wirtschaftszweig zugeordnet. Auf nationaler Ebene wird seit 2008 die ÖNACE 2008 angewandt. Diese Aktivitätsklassifikation untergliedert die europäische NACE („Nomenclature
européenne des activités économiques“) mittels Unterklassen noch detaillierter, sodass auch österreichische Spezifika berücksichtigt werden können. Diese Aktivitätsklassifikation erfasst die wirtschaftlichen Tätigkeiten von Unternehmen und dient statistischen Zwecken.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2015, eigene Berechnungen
 
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2015, eigene Berechnungen
 
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Im Längsschnitt seit 2012 zeigt sich die Entwicklung bei der Zahl der Unternehmen in der Branche uneinheitlich. Nach Jahren konstanter Zuwächse hat die Anzahl der Produktionsunternehmen erstmals wieder abgenommen. Die Zahl der Kinobetriebe und vor allem Videotheken wird von Jahr zu Jahr geringer, auch wenn die Zahl der Kinos sich weitgehend stabilisiert hat. Verleihunternehmen zeigen einen zuletzt deutlichen und kontinuierlichen Rückgang. Auch die Zahl der Videotheken sinkt neuerlich deutlich. Die Gesamtzahl der Unternehmen hat den bisherigen Gipfel überschritten und sinkt nun leicht.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2015, eigene Berechnungen
 
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2015 war die Branche wie auch in den letzten Jahren durch deutlich widersprüchliche Entwicklungen gekennzeichnet. Das führt dazu, dass in diesem Jahr zum zweiten Mal nominell kaum Umsatzwachstum der Branche festzustellen ist. Obwohl die Kinos deutlich zulegen und der Wirtschaftsfilm sich wieder etwas erholen kann, sind die Umsatzrückgänge bei der Nachbearbeitung und bei den Videotheken so hoch, dass in Summe gerade 1,5% Plus resultieren. Der bisherige Wachstumsgarant, die Produktion von Kino und TV-Film haben bereits 2014 an Dynamik verloren und von 2014 auf 2015 ist de facto Stagnation zu beobachten.

Bei den Produktionsunternehmen (Kino- und TV-Film), die mit Zuwächsen von 1% erneut kaum Wachstum erzielen, sind es mit 544 Mio. Euro Umsatz aber dennoch der Löwenanteil des Branchenumsatzes (58% von 932 Mio. Euro Gesamtumsatz des Sektors). Im Vergleich dazu sind die Förderungen der öffentlichen Hand von 58,5 Mio. Euro im Jahr 2014 auf 62 Mio. Euro ausbezahlte Herstellungsförderungen im Jahr 2015 gestiegen. Aktuell macht die Herstellungsförderung also 11,4% der Umsätze der Produktionsunternehmen im Film- und TV-Bereich aus.

Seit mehreren Jahren wird die Gesamtentwicklung des Bereichs der Produktion von Kino- und Fernsehfilm durch die Zahlen eines einzelnen Bundeslandes, nämlich Salzburg, geprägt. Dieses Bundesland hatte in der Vergangenheit kaum Einfluss auf die Gesamtbranche, seit den Aktivitäten von Red Bull bzw. ServusTV hat sich das deutlich geändert. Das Wachstum der Branche von 2012 bis 2014 ist im Wesentlichen durch die Werte aus Salzburg definiert. Zwischen 2011 und 2015 sind im Bundesland Salzburg in der Produktion von Kino- und Fernsehfilm die Umsätze um 533%, die Personalaufwendungen um 1.291% und die Bruttoinvestitionen um 13.233% gestiegen. Die Anzahl der Unternehmen aber ist gerade einmal um 12% gestiegen. Diese Werte haben die gesamtösterreichischen Zahlen beflügelt.

Von 2014 auf 2015 sind im Segment der Produktion von Kino- und Fernsehfilmen für Österreich die Umsatzerlöse um 1% gestiegen, die Zahl der Beschäftigten um 4% und die Personalkosten um 9%. Das aber ist keineswegs auf ein Erlahmen der Salzburger Dynamik zurückzuführen: In Salzburg sind im Vergleich zu 2014 die Umsätze um 11% gestiegen, die Anzahl der Beschäftigten (im Jahresschnitt, also in „harter Währung“) um 28% gewachsen und die Lohnaufwendungen um 29%.

Es ist also so, dass die gesamtösterreichischen Werte sinken, obwohl Salzburg nach wie vor stark und dynamisch wächst. Die Branche hat also - abgesehen von Salzburg - veritable Probleme.

Der Werbefilm setzt den Umsatzrückgang fort, der Wirtschaftsfilm kann sich nach den Verlusten des letzten Jahres wieder etwas erholen. Wenn die Entwicklung über einen längeren Zeitraum, von 2012 bis 2015 betrachtet wird, ist in beiden Segmenten ein leichtes Wachstum zu konstatieren.

Der zweite große Umsatzbringer, die Kinos, hat nach Umsatzstagnation 2013 und Umsatzrückgang im Jahr 2014 nun deutlich zugelegt (plus 13%) und mit 195 Mio. Euro Umsatz das in dieser Zeitreihe mit Abstand beste Ergebnis erzielt. Erneut (und damit zum vierten Mal in Folge) einen Umsatzverlust müssen die Verleihfirmen hinnehmen. Der Umsatzrückgang 2015 beträgt 1,9%. In absoluten Zahlen bedeutet das, dass die Verleihfirmen von ihren 92 Mio. Euro Umsatz im Jahr 2012 auf nunmehr 83 Mio. Euro im Jahr 2015 rund 10 Mio. Euro verloren haben. 2011 betrug der Umsatz sogar noch mehr als 100 Mio. Euro. Die Digitalisierung der Kinos zeigt hier deutliche Folgewirkungen.
Die Videotheken setzen ihren Niedergang ungebremst fort. Betrugen die Umsatzrückgänge 2012 rund 14%, 2013 minus 12% und 2014 knapp 12%, sind es 2015 sogar 30%. Seit 2012 hat sich der Umsatz fast halbiert.

Die Kinos verstehen es seit einigen Jahren, ihre Umsatzentwicklung von der Anzahl der Kinobesuche zu entkoppeln, nicht alleine von den Erlösen der Kinokarten leben zu müssen. Die 13% Umsatzwachstum, die die Kinos von 2014 auf 2015 verzeichnen können, sind daher größer als die 11,5% Zuwachs bei den verkauften Kinokarten. Die Verbreiterung der Erlöse wird auch dadurch bestätigt, dass die Preissteigerungen bei den Tickets 2015 mit 0,5% sehr mäßig ausgefallen sind.

Nach wie vor sind die Kinobetriebe für die Gesamtbranche atypisch, weil 4,1% der Betriebe 21% der Umsätze erwirtschaften. Das schlägt sich natürlich auch in den Unternehmensgrößen nieder. Kinos sind der einzige Bereich der Branche, in dem die größeren Betriebe (zehn und mehr Mitarbeiter*innen) mit 43% einen nennenswerten Anteil erreichen. Die Kinos sind damit für 24% aller Jobs in der Branche verantwortlich.

Bei den Verleihfirmen entfallen auf 2,6% der Unternehmen 8,9% der Branchenumsätze. Auch wenn die Umsätze seit Jahren sinken: Die Anzahl der Beschäftigten sinkt noch schneller und damit sind die Verleihfirmen nach wie vor vergleichsweise umsatzstark, vor allem was die Umsätze pro Mitarbeiter*in anbelangt.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2015, eigene Berechnungen
 
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Die Umsatzentwicklung und die Beschäftigtenzahlen entwickeln sich nicht mehr synchron. Auf der einen Seite wachsen die Beschäftigten überproportional (1% Umsatzwachstum stehen 3,6% mehr Mitarbeiter*innen in der Produktion von Kino- und TV-Filmen gegenüber), auf der anderen Seite verlieren die Verleihfirmen 2% Umsatz, reduzieren aber die Beschäftigten um 19%. Und die Kinos steigern die Umsätze um 13%, die Beschäftigtenzahlen aber steigen lediglich um 1,4%.

Diese strukturellen Veränderungen führen dazu, dass die Bedeutung der Produktionsunternehmen als Arbeitgeber*in weiter zunimmt: Produktionsfirmen (Kino- und TV-Film) beschäftigen mittlerweile fast 60% aller Mitarbeiter*innen in der Branche. Noch eklatanter wird die Bedeutung der Produzent*innen bei der Analyse der Löhne und Honorare. Nicht weniger als 73,2% der Personalaufwendungen werden von den Produktionsfirmen (Kino- und TV-Film) geleistet, die damit überdurchschnittliche Löhne zahlen, da ja unter 60% aller Beschäftigten auf dieses Segment entfällt. Umgekehrt zahlen Kinos und Videotheken deutlich unter dem Branchenschnitt. 23,8% der Beschäftigten arbeiten in Kinos und stehen für 13% des Personalaufwands; bei den Videotheken kosten 4,0% der Beschäftigten nur 1,3% der Personalaufwendungen
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2015, eigene Berechnungen
 
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2015, eigene Berechnungen
 
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Der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft erhebt jährlich Strukturdaten auf Basis der Gewerbeberechtigungen im eigenen Wirkungsbereich. Dabei unterscheidet der Fachverband zwischen Ein-Personen-Unternehmen (EPUs) und Unternehmen, die Mitarbeiter*innen beschäftigen. Während Statistik Austria nach dem unternehmerischen Schwerpunkt - unabhängig von den (oft mehrere Bereiche abdeckenden) Gewerbeberechtigungen erhebt und die einzelnen wirtschaftlichen Einheiten dem tatsächlichen Schwerpunkt der Tätigkeit - zuordnet, erfasst der Fachverband ausschließlich die einschlägigen Gewerbeberechtigungen. Im konkreten Fall sind Film und Musik zusammengefasst.

2014 waren es für den Bereich Film 3.829 Gewerbeberechtigungen, mit Stichtag 10.7.2017 sind es laut dem Fachverband 3.484 Produktionsfirmen, darin enthalten sind 646 ruhende Berechtigungen.
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Quelle: Fachverband der Film- und Musikwirtschaft
 
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Eine Kenngröße, die vom Fachverband der Film- und Musikindustrie Österreichs erhoben und publiziert wird, ist der Produktionswert fertiggestellter Filme. Gemessen wird dabei der österreichische Anteil an den Gesamtherstellungskosten aller im beobachteten Jahr fertig gestellter Filme. Diese Werte sind periodenübergreifend, da der Zeitpunkt der Fertigstellung gezählt wird. Mit anderen Angaben, die im Filmwirtschaftsbericht veröffentlicht werden und die sich ausschließlich auf Kalenderjahre beziehen, ist dieser Wert nicht zu vergleichen.
Der Produktionswert der 2016 fertig gestellten Filme erreicht 362 Mio. Euro. Auf Kinofilme entfallen davon knapp 18% (17,9%), auf Fernsehfilme (inkl. Teamvermietungen) 74%. Werbefilme, Wirtschafts- und Imagefilme sowie alle anderen Produktionsbereiche erreichen zusammen knapp 8%.
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