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Die Daten zum Kapitel „Förderungen + Finanzierungen“ basieren auf den Angaben der österreichischen Förderstellen. Nach einer Prüfung der Förderstellen durch den Rechnungshof und den dabei abgegebenen Empfehlungen konzentriert sich das Österreichische Filminstitut daher auf die Auszahlungen, also jene Beträge, die tatsächlich im Berichtsjahr ausbezahlt wurden. Im Folgenden werden die Begriffe Auszahlungen und Förderungen in diesem Kapitel daher auch gleichgesetzt.

Die Förderungszusagen (im Gegensatz zu den Auszahlungen) werden von einigen Institutionen in den jeweiligen Jahres- bzw. Tätigkeitsberichten veröffentlicht, sie beinhalten die für die Branche wesentlichen Informationen für künftige Projekte und Entwicklungen und lassen gleichzeitig die Förderstrategien der einzelnen Förderstellen erkennen.

Eine umfassende und vollständige Darstellung der Förderungen wird von Jahr zu Jahr schwieriger. Die zunehmende Verästelung der Filmproduktion und der Verwertung dieser Produkte schlägt sich auch in einer komplexer werdenden Förderlandschaft nieder, die von sehr regionalen wirtschaftlichen Überlegungen (etwa in den Ländern und einzelnen Städten) bis hin zu sehr großräumigen Konzepten wie Filmstandort Austria führen, die es ermöglichen internationale Großproduktionen nach Österreich zu holen. Da aber die Fördergeber angesichts dieser Entwicklungen immer weniger in klar strukturierten Kategorien fördern, wird auch die Zuordnung der Mittel zu eindeutig definierten Bereichen behindert. Grundsätzlich ist festzuhalten, dass die Verteilung der Mittel auf die Förderbereiche den Anträgen und den Entscheidungen der Auswahlgremien entspricht und in weiterer Folge die Auszahlungen nach Projektfortschritt erfolgen. 2015 wurden von den Förderstellen Auszahlungen in Höhe von 81,7 Mio. Euro gemeldet. Das entspricht einem Plus der ausgezahlten Mittel von 5,8% gegenüber dem Jahr 2014 (77,2 Mio. Euro).

Die Förderauszahlungen sind nicht unbedingt mit den Förderzusagen identisch. Nach Entscheidung durch ein Auswahlgremium gehen die Institutionen die Verbindlichkeit ein, für ein bestimmtes Projekt die finanziellen Mittel zu binden. Erst mit Vertragsabschluss kommt es zur Auszahlung einer Rate. Der Förderbetrag wird in Folge entsprechend dem Projektverlauf in mehreren Raten ausbezahlt.

Die Auszahlungen umfassen sowohl die für Projekte bereitgestellten Mittel als auch die Ausgaben für Tätigkeiten zum Nutzen der Filmbranche und die anteiligen österreichischen Kosten an den europäischen Förderprogrammen Creative Europe Austria-MEDIA und EURIMAGES.

Die einzelnen Förderstellen wurden nach unterschiedlichen Kriterien und mit unterschiedlichen Zielsetzungen eingerichtet und üben ihre Tätigkeit auf Grundlage unterschiedlicher Gesetze, Richtlinien u.ä. aus. Eine einheitliche Kategorisierung der Förderbereiche wird dadurch deutlich erschwert. Die Einteilung der Förderbereiche im Filmwirtschaftsbericht erfolgt nach den - in vergleichbaren internationalen Berichten - als Kernbereiche definierten Kategorien: Stoff- und Projektentwicklung, Herstellung und Verwertung (berücksichtigt sind dabei zum überwiegenden Teil Kinostarts und Festivalteilnahmen einzelner Filme). Unter „Institutionen und Infrastruktur“ werden die weiteren Tätigkeiten aufgegliedert.

Die prozentuelle Aufteilung der Ausgaben auf die nationalen und regionalen (subnationalen) Förderstellen ist seit Jahren nahezu gleich, über zwei Drittel der Auszahlungen werden von den nationalen Förderstellen und etwa ein Drittel von den regionalen Förderstellen bestritten. Für 2015 entfallen auf nationale Förderstellen 57,26 Mio. Euro bzw. 70%, die Bundesländer nennen 24,5 Mio. Euro bzw. 30% an Auszahlungen. Der mit Abstand größte regionale Förderer ist das Bundesland Wien mit knapp 19% der Gesamtauszahlungen. Filmfonds Wien und die Kulturabteilung der Stadt Wien tätigten zusammen 63% der Auszahlungsbeträge der regionalen Förderstellen. Niederösterreich folgt auf Rang zwei.
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Quelle: Institutionen