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nach oben| Ware- und Dienstleistungseinkäufe
Der Einkauf von Waren und Dienstleistungen zeigt seit 2012 extrem auffällige Entwicklungen: Rückgängen in manchen Bereichen steht eine exorbitante Steigerung bei den Kino- und TV-Filmproduzent*innen und auch bei der Nachbearbeitung gegenüber. Von 2011 auf 2012 stiegen die Ausgaben für Vorleistungen um 62,8% und von 2012 auf 2013 um 19,0% und von 2013 auf 2014 um weitere 9,0%. Waren es 2011 Einkäufe in Höhe von 295 Mio. Euro, so sind es 2014 bereits 623 Mio. Euro.
Dieses erstaunliche Phänomen lässt sich wieder auf die Entwicklungen eines Bundeslandes zurückführen. In Salzburg sind es 5,7% aller Produktionsunternehmen, die 17,3% aller Beschäftigten aufweisen, 32,0% der österreichischen Lohnsumme aufwenden, 48,8% des bundesweiten Produktionswertes erreichen, 50,6% der Vorleistungen einkaufen und 71,4% aller Investitionen verantworten.
Die Investitionen der Salzburger Produktionsunternehmen stiegen während des Zeitraumes 2011 bis 2014 von 0,3 Mio. Euro auf 36,9 Mio. Euro.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2014
 
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nach oben| Bruttoinvestitionen
Die Salzburger Werte schlagen bei den Bruttoinvestitionen, dem traditionellen Indikator der Branchenentwicklung, im dritten Jahr dieser Entwicklung nicht mehr so deutlich auf die Gesamtwerte durch. 290% Steigerung waren es bei den Produzent*innen im Jahr 2012, 11,8% waren es 2013 und minus 9,2% sind es 2014. Das aber ist vor allem der Zurückhaltung der übrigen Länder geschuldet, da Salzburg mit 36,9 Mio. Euro nach wie vor sehr viel Geld ausgibt (ein Vielfaches der gesamtösterreichischen Investitionen 2011 vor Beginn der auffälligen Salzburger Aktivitäten). Bedingt durch die nun offensichtlich abgeschlossene Digitalisierung der Kinosäle schrumpfen die Investitionen der Kinos (minus 20,3%), die Videotheken investieren ebenfalls wieder weniger als im Jahr 2013. Bei den Verleihfirmen war der Investitionseinbruch 2013 aber eher ein einmaliges Ereignis: Mit mehr als 100% Zuwachs gegenüber 2013 wird hier wieder das Investitionsniveau der Jahre mit den höchsten Ausgaben für Digitalisierung erreicht. Ohne diese Ausgaben der Verleihfirmen wäre das Investitionsvolumen trotz der Salzburger Ausgaben noch wesentlich deutlicher zurückgegangen, da durchgängig die Investitionsneigung nachgelassen hat.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2014
 
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nach oben| Bruttowertschöpfung
Die Bruttowertschöpfung, also die finanzielle Leistungskraft der Unternehmen (Umsatzerlöse minus Vorleistungen plus Subventionen minus Steuern minus Abgaben) hält das im Jahr 2012 plötzlich erreichte hohe Niveau weitgehend. Verglichen mit dem Jahr 2013 hat die Branche bei diesem Wert 6,4% verloren. Die einzigen Steigerungen konnten bei der Nachbearbeitung (plus 8,2%) und den Verleihfirmen (plus 6,6%) erzielt werden, die übrigen Segmente verloren teilweise drastisch. Nachbearbeitung und Verleih haben damit die Delle des Jahres 2013 wieder ausgleichen können. Die Rückgänge der Produktionsunternehmen aber sind so moderat, dass die absoluten Werte nach wie vor deutlich über den Jahren 2011 oder 2012 liegen.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2014
 
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