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Der Filmwirtschaftsbericht hat die Aufgabe, die Gesamtheit des Filmschaffens in Österreich als Teil der audiovisuellen Industrie darzustellen. Ein Kernelement (nicht zuletzt auch definiert durch das Filmförderungsgesetz §2, lit. c) dabei sind die wirtschaftlichen Eckdaten der Branche. Mit dem Filmwirtschaftsbericht 2016, F+F 15 werden die Daten zum Thema Filmwirtschaft nun zum siebenten Mal in Folge auf Basis der Leistungs- und Strukturstatistik der Statistik Austria dargestellt. Durch diese Zeitreihe wird eine Datenqualität in der Darstellung der Entwicklungen erreicht, die tatsächliche Veränderungen nachzeichnet und die wirtschaftliche Situation der Branche im Detail darstellt, die Aufs und Abs beeindruckend klar zeigt.

„Die Leistungs- und Strukturstatistik der Statistik Austria erlaubt wichtige Aussagen über die Struktur, Tätigkeit, Beschäftigung, Investitionstätigkeit und Leistung der Unternehmen auf nationaler und regionaler Ebene in der Gliederung nach Wirtschaftsbereichen entsprechend der ÖNACE. Diese Statistik wird in Form einer sogenannten Konzentrationsstichprobe (Vollerhebung mit variablen Abschneidegrenzen unter Berücksichtigung eines Repräsentanzkriteriums) bei gleichzeitiger konsequenter Nutzung verfügbarer Verwaltungsquellen (Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Finanzbehörden sowie ab 2008 auch Lohnzetteldaten) und von Synergien zwischen statistischen Erhebungen im Sinne des Bundesstatistikgesetzes 2000 erstellt. Alle Unternehmen unterhalb der gesetzlich vordefinierten Schwellenwerte (Abschneidegrenzen) werden mittels eines modellbasierten Ansatzes zur Datenergänzung mit Hilfe der verfügbaren Verwaltungsdaten auf Mikroebene berechnet“ (Statistik Austria). Statistik Austria berücksichtigt nur jene Unternehmen, die nach eigenen Angaben im jeweiligen Bereich ihren Tätigkeitsschwerpunkt haben. Bei den kumulierten Umsätzen ist zu beachten, dass die Vorleistungen hier nicht abgezogen sind. Die dargestellten Werte entsprechen also weitgehend den Produktionswerten und nicht der Wertschöpfung. In den Umsätzen der Kinos sind so etwa Umsätze der Produktionsunternehmen oder der Verleihfirmen enthalten, und auch die Umsätze der Nachbearbeitung sind Vorleistungen, die bei den Produktionsunternehmen Ausgaben bedeuten.

Seit sieben Jahren stellt Statistik Austria aufgrund neuer Erhebungstechniken Daten zur Filmwirtschaft in einer zuvor nicht gekannten Qualität und Tiefe zur Verfügung. Auf der Basis der Zeitreihe ab 2008 ist es möglich, auf der Grundlage der Leistungs- und Strukturstatistik einen Vergleich über die jeweils letzten Jahre anzustellen. Damit lassen sich die wesentlichen Parameter der Filmwirtschaft von der Anzahl der Unternehmen bis hin zum Investitionsverhalten, aber auch die Beschäftigungssituation detailliert in ihrer Entwicklung ablesen.

Die Vergleiche über die Jahre bieten Informationen zu übergreifenden Entwicklungen, die erst aus dieser Perspektive in ihrer gesamten Relevanz erkennbar werden.

In Summe ist die Filmwirtschaft eine relativ kleine aber durchaus dynamische Branche. Angesichts von Umsatzerlösen im Umfang von insgesamt 709,3 Mrd. Euro (Produktion und Dienstleistungen ohne öffentliche Verwaltung, Erziehung und Unterricht, Sozialwesen und Kunst bzw. Unterhaltung und Erholung) bedeuten die 918 Mio. Euro 0,13% der Umsätze. Was die Anzahl der Unternehmen betrifft (2.328 von insgesamt 327.993 Unternehmen im Bereich Produktion und Dienstleistungen), erreicht die Branche allerdings 0,7% und bei den Beschäftigten (7.874 von 2.841.426) sind es 0,3%. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Position der Filmwirtschaft im Gesamtspektrum nicht verändert, bleibt damit weiterhin eine pro Unternehmen vergleichsweise beschäftigungsschwache, vor allem aber umsatzschwache Branche.

Innerhalb der Filmwirtschaft ist der Bereich „Kino- und TV-Film“ mit 73% der Unternehmen (und damit erneut steigenden Anteilen), 59% der Umsätze und bereits 58% der Beschäftigten der mit Abstand bedeutendste Bereich. Diese besondere Rolle der Unternehmen aus dem Bereich der Film- und Fernsehproduktion wird auch durch die über die letzten Jahre kontinuierlich wachsenden Anteile an den Branchenwerten unterstrichen. Mit vergleichsweise wenigen Unternehmen (95 wirtschaftliche Einheiten entsprechen rund 4%) erwirtschaften die Kinos allerdings knapp 19% der Umsätze des gesamten Sektors und beschäftigen rund 24% aller Erwerbstätigen. Die Verleih- und Vertriebsunternehmen als dritter wesentlicher Player erzielen mit 3% der Unternehmen 9% der Umsätze und beschäftigen 3% aller Branchenmitarbeiter*innen.

Die Branche wird dominiert durch kleine Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten. 94% aller Unternehmen weisen höchstens neun Beschäftigte auf. Da die Produktionsfirmen der mit Abstand wichtigste Bereich innerhalb der Branche sind (und bei den kleineren Segmenten die Subgruppen aufgrund der Geheimhaltungsvorschriften oft nicht ausgewiesen werden dürfen) wird die relative Bedeutung der größeren Unternehmen anhand dieses Beispiels dargestellt. Weniger als 4% aller Kino- und TV-Produktionsunternehmen (das sind 62 Firmen) weisen zehn oder mehr Mitarbeiter*innen auf. 35 Unternehmen davon haben zehn bis 19 Mitarbeiter*innen, 21 weisen 20 bis 49 Mitarbeiter*innen auf, vier Unternehmen haben 50 bis 249 Beschäftigte und letztlich beschäftigen zwei Unternehmen 250 oder mehr Beschäftigte im Jahresdurchschnitt. Diese 4% allerdings erzielen 56% der Umsatzerlöse aller Produktionsfirmen und beschäftigen 42% aller Mitarbeiter*innen.

Die kontinuierlich wachsende Bedeutung der Produktionsfirmen wird seit mehreren Jahren in erster Linie durch die größeren Einheiten getragen, die sich auch 2014 (vor allem bei den größten Playern) deutlich fortsetzt.

Während die Produktionsunternehmen (Kino- und TV-Film) mit weniger als zehn Beschäftigten im Schnitt rund 90.000 Euro (im Jahr zuvor waren es 88.000 Euro) pro Mitarbeiter*in erwirtschaften, sind es bei den größeren Unternehmen rund 158.000 Euro, 2013 waren es etwa 161.000 Euro. Damit nähern sich die pro Mitarbeiter*in erwirtschafteten Beträge zwischen den größeren und den kleineren Produktionsfirmen aber tendenziell wieder an: War das Delta 2012 noch bei 117.000 Euro, im Jahr 2013 bei 73.000 Euro liegt es nun bei den jüngst verfügbaren Daten für das Jahr 2014 bei 68.000 Euro.

Es ist zu beachten, dass sich die Angaben zum Kapitel Filmwirtschaft zum größten Teil auf die jüngst verfügbaren Daten der Leistungs- und Strukturstatistik der Statistik Austria aus dem Jahr 2014 beziehen. Die Angaben liegen daher gegenüber den anderen Daten in diesem Bericht um ein Jahr zurück.

Unternehmen werden von Statistik Austria einem Wirtschaftszweig zugeordnet. Auf nationaler Ebene wird seit 2008 die ÖNACE 2008 angewandt. Diese Aktivitätsklassifikation untergliedert die europäische NACE („Nomenclature européenne des activités économiques“) mittels Unterklassen noch detaillierter, sodass auch österreichische Spezifika berücksichtigt werden können. Diese Aktivitätsklassifikation erfasst die wirtschaftlichen Tätigkeiten von Unternehmen und dient statistischen Zwecken.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2014
 
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Im Längsschnitt seit 2011 zeigt sich die Entwicklung bei der Zahl der Unternehmen in der Branche konsequent heterogen. Während Produktion und Nachbearbeitung kontinuierliche Zuwächse zeigen, wird die Zahl der Kinobetriebe und vor allem Videotheken von Jahr zu Jahr geringer, auch wenn die Zahl der Kinos sich zuletzt stabilisiert hat. Die Produktionsunternehmen im Bereich des Werbefilms haben ihre Zahl stabilisiert, die Firmen des Wirtschaftsfilms nehmen wieder leicht ab. Verleihunternehmen zeigen einen zuletzt kontinuierlichen Rückgang. Durch die neuerlich deutlich sinkende Zahl der Videotheken bleibt die Gesamtzahl der Unternehmen annähernd konstant. In Summe unterbricht die Branche damit zumindest das bisherige stetige Wachstum.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2014
 
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2014 war die Branche wie auch in den letzten Jahren durch eine deutlich gegenläufige Entwicklung gekennzeichnet. Das führt dazu, dass in diesem Jahr seit langer Zeit erstmals ein kaum nominelles Umsatzwachstum der Branche festzustellen ist. Obwohl die Produktionsfirmen im Kino- und TV-Bereich zulegen und die Unternehmen der Nachbearbeitung deutliche Umsatzzuwächse ausweisen, sind in absoluten Zahlen die Ergebnisse der Kinos und relativ die der Videotheken und des Wirtschaftsfilms für ein Nullwachstum verantwortlich.

Bei den Produktionsunternehmen (Kino- und TV-Film), die mit Zuwächsen von 3% deutlich hinter die Wachstumszahlen der vergangenen Jahre zurückgefallen sind, sind es mit 538 Mio. Euro Umsatz aber doch beeindruckende 16,3 Mio. Euro nomineller Umsatzzuwachs. Im Vergleich dazu sind die Förderungen der öffentlichen Hand von 58,2 Mio. Euro im Jahr 2013 auf 58,5 Mio. Euro ausbezahlte Herstellungsförderungen im Jahr 2014 kaum gestiegen. Die Herstellungsförderungen machen also 10,9% aus.

Das auffällige Wachstum der Produktionsunternehmen zwischen 2012 und nun 2014 ist vor allem durch die Werte im Bundesland Salzburg begründet. Auch wenn Statistik Austria keine Einzeldaten veröffentlichen darf, ist die Ursache für diese regionale Auffälligkeit in den Aktivitäten eines Players aus dem Bereich des Fernsehens zu vermuten. ServusTV bzw. die Gruppe Red Bull Media hat im Jahr 2013 die Zulassung der Verbreitung von ServusTV über die Multiplex-Plattform MUX D erreicht. KommAustria betont im Bescheid zur Zulassung die hohen Anteile an Eigenproduktionen (60%) und die umfassende Modernisierung der Redaktions- und Produktionsräume, die auf den neuesten Stand der Technik gebracht wurden. Diese Hinweise legen nahe, dass ein Akteur alleine für so wesentliche Impulse gesorgt hat, dass die österreichischen Zahlen auffällige Steigerungen erfahren. 2013 hat der Produktionswert der Unternehmen in Wien 219,5 Mio. Euro erreicht, jener im Bundesland Salzburg 264,8 Mio. Euro. Ein Jahr später (2014) sind es im Bundesland Salzburg 282,5 Mio. Euro, in Wien aber nur mehr 198,9 Mio. Euro.

In der Dimension Umsatzerlöse aber fällt Salzburg neuerlich kaum auf (Wien: 315,2 Mio. Euro, Salzburg: 92 Mio. Euro). Das führt zu der interessanten Entwicklung, dass die Umsatzerlöse im gesamten Bundesgebiet mit 538 Mio. Euro schon das zweite Jahr deutlich unter den Werten für Waren- und Dienstleistungskäufe (623,3 Mio. Euro) liegen. Erklärbar ist das durch die Position „Erlöse und Erträge“, die für 2014 auf Bundesebene 912 Mio. Euro zeigt. Statistik Austria erklärt dazu: „Die Erlöse und Erträge im Produktions- und im Dienstleistungsbereich (mit Ausnahme des Kredit- und Versicherungswesens) umfassen Umsatzerlöse, Erträge aus der Aktivierung von Eigenleistungen, Erträge aus Beteiligungen, Zinsen-, Wertpapier- und ähnliche Erträge, Subventionen sowie übrige betriebliche Erträge.“ In Salzburg erreichen die entsprechenden Werte hier 411,5 Mio. Euro, in Wien sind es 356,1 Mio. Euro.

Sowohl der Wirtschafts- als auch der Werbefilm können das steile Wachstum des letzten Jahres nicht fortsetzen und müssen Umsatzrückgänge hinnehmen, die Werte liegen aber über den Ergebnissen von 2012, bereinigt ist also eine Steigerung über einen Zeitraum von vier Jahren erkennbar. Der zweite große Umsatzbringer, die Kinos, hat nach einer Umsatzstagnation 2013 im Jahr 2014 nun sogar nominell um 4,4% Umsatz verloren. Erneut (und damit zum dritten Mal in Folge) einen Umsatzverlust müssen die Verleihfirmen hinnehmen. Der Umsatzrückgang 2014 beträgt 1,6%. In absoluten Zahlen bedeutet das, dass die Verleihfirmen von ihren 102 Mio. Euro Umsatz im Jahr 2011 17 Mio. Euro auf die 2014 erhobenen 84,4 Mio. Euro verloren haben.

Die Videotheken setzen ihren Niedergang ungebremst fort. Betrugen die Umsatzrückgänge 2011 fast 14%, 2012 rund 14%, 2013 minus 12%, so sind es 2014 mit 11,5% neuerlich zweistellige Verluste.

Die Umsatzverluste der Kinos entsprechen nicht ganz den sinkenden Besuchszahlen von 15,2 auf 14,3 Millionen Besuche im Jahr 2014. Steigende Ticketpreise und ein kluges Zuschlagssystem für 3D Technologie, Wochenenden etc. führen zu einer Milderung des Umsatzrückganges, der durch die geringeren Besuche entstehen müsste. Darüber hinaus verbuchen Mehrsaalkinos höhere Umsätze aus Gastronomie und anderen Umsatzbringern.

Hinsichtlich der Kinobetriebe ist die Diskrepanz zwischen der Anzahl der Unternehmen und dem Anteil an den Branchenumsätzen trotz Umsatzrückgang weiter auffällig: 4,1% aller Unternehmen im Sektor erzielen 18,8% aller Umsätze (allerdings sind die Kinos der einzige Bereich, wo größere Unternehmen mit mehr als zehn Beschäftigten mit 43,2% der Firmen einen relevanten Anteil ausmachen). Bei den Verleihfirmen entfallen auf 2,8% der Unternehmen 9,2% der Branchenumsätze. Damit können die Verleihe im Branchenvergleich ihre Umsatzstärke nicht mehr ausbauen. Im Vergleich sind es bei den Produktionsfirmen im Kino- und TV-Bereich nun 72,6% aller Betriebe die 58,6% der Umsätze erzielen.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2014
 
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Die Beschäftigtenzahl korrespondiert in den einzelnen Bereichen 2014 weitgehend linear mit der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Produktionsfirmen von Kino- und Fernsehfilmen beschäftigen bei 3,1% Umsatzzuwachs (nominell) um 2,0% mehr unselbständige Mitarbeiter*innen. Videotheken verlieren Mitarbeiter*innen aufgrund der erneut stark sinkenden Umsätze; 11,5% Umsatzrückgang stehen um 10,8% weniger unselbständige Mitarbeiter*innen gegenüber. Demgegenüber bauen Verleihfirmen nach dem deutlichen Verlust an Human-Ressourcen trotz Umsatzrückgang wieder auf: knapp 3% mehr unselbständig Beschäftigte trotz 1,6% weniger Umsatz.

Aktuell wie auch im Schnitt der letzten Jahr senken die Kinos die Anzahl der Mitarbeiter*innen wieder, die Gesamtzahl der Mitarbeiter*innen schwankt aber nur geringfügig. In Summe beschäftigt die Gesamtbranche damit 2014 um 0,3% mehr Menschen als im Jahr davor, bei den unselbständig Erwerbstätigen ist es ein Minus von 0,1%. So wie bei den Umsätzen liegt das Jahr 2014 in Summe auf dem Beschäftigungsniveau des Jahres 2013. Diese strukturellen Veränderungen führen dazu, dass die Bedeutung der Produktionsunternehmen als Arbeitgeber*in weiter zunimmt: Produktionsfirmen (Kino- und TV-Film) beschäftigen mittlerweile fast 58% aller Mitarbeiter*innen in der Branche. Noch eklatanter wird die Bedeutung der Produzent*innen bei der Analyse der Löhne und Honorare. Nicht weniger als 71,5% der Personalaufwendungen werden von den Produktionsfirmen (Kino- und TV-Film) geleistet, die damit überdurchschnittliche Löhne zahlen, da unter 60% aller Beschäftigten auf dieses Segment entfällt. Umgekehrt zahlen Kinos und Videotheken deutlich unter dem Branchenschnitt. 23,6% der Beschäftigten arbeiten in Kinos und stehen für 13% des Personalaufwands; bei den Videotheken kosten 5,4% der Beschäftigten nur 2,0% der Personalaufwendungen.
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2014
 
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Quelle: Statistik Austria, Leistungs- und Strukturstatistik 2014
 
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nach oben| Struktur der Unternehmen
Der Fachverband der Film- und Musikwirtschaft erhebt jährlich Strukturdaten auf Basis der Gewerbeberechtigungen im eigenen Wirkungsbereich. Dabei unterscheidet der Fachverband zwischen Ein-Personen-Unternehmen (EPUs) und Unternehmen, die auch Mitarbeiter*innen beschäftigen. Während Statistik Austria nach dem unternehmerischen Schwerpunkt - unabhängig von den Gewerbeberechtigungen erhebt und die einzelnen Einheiten dem tatsächlichen Schwerpunkt - zuordnet, erfasst der Fachverband ausschließlich die einschlägigen Gewerbeberechtigungen. Im konkreten Fall sind hier Film und Musik zusammengefasst (2014 waren es 3.829 Gewerbeberechtigungen für den Film alleine).
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nach oben| Produktionswert fertiggestellter Filme
Eine Kenngröße stellt der Produktionswert fertig gestellter Filme dar. Gemessen wird dabei der österreichische Anteil an den Gesamtherstellungskosten aller im beobachteten Jahr fertig gestellter Filme. Diese Werte sind periodenübergreifend, da ja der Zeitpunkt der Fertigstellung zählt und mit den Angaben, die sich auf Kalenderjahre beziehen, nicht zu vergleichen. Nach zwei Jahren sinkender Beträge nähert dieser Kennwert 2015 mit 163 Mio. Euro wieder dem Jahr 2012 (165 Mio. Euro) an. Auf Kinofilme entfallen davon 19,3% (23,5% im Jahr 2014), auf Fernsehfilme knapp 66% (55,3% im Jahr 2014). Werbefilme, Wirtschafts- und Imagefilme sowie alle anderen Produktionsbereiche erreichen zusammen 15%.
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