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Mit CREATIVE EUROPE geht MEDIA, das Förderprogramm der Europäischen Union für die audiovisuelle Branche, in seine fünfte Laufzeit seit 1991 (nach MEDIA I und II, MEDIA Plus und MEDIA 2007). Unter Creative Europe werden die ehemaligen Programme CULTURE und MEDIA zusammengefasst, ein drittes Teilprogramm, der cross-sectoral strand wird bereichsübergreifende Maßnahmen setzen.

Für die Gesamtlaufzeit von 2014-2020 ist Creative Europe mit 1,46 Mrd. Euro ausgestattet, auf das Teilprogramm MEDIA entfallen in diesem Zeitraum 824 Mio. Euro (56%).

Ziel ist die Wahrung der kulturellen Vielfalt, zu der Film als identitätsstiftendes Medium beiträgt, sowie die Gewährleistung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Filmwirtschaft. Die Verbreitung europäischer Filme wird intensiviert und neue Ansätze zur Publikumsbindung werden aufgegriffen. Ebenso wird die Professionalisierung und Vernetzung der Branche gefördert.

Nach wie vor werden Projekte gefördert, die sowohl inhaltlich als auch wirtschaftlich eine europäische Dimension aufweisen. Unabhängige FilmproduzentInnen können weiterhin Förderung für Projektentwicklungen und TV-Koproduktionen beantragen. Der Filmverleih und -vertrieb sowie Online Distribution werden unterstützt, um die Verbreitung europäischer Filme zu gewährleisten. Es gibt außerdem weiterhin die Förderbereiche für Training, Filmfestivals, Filmmärkte und Kinonetzwerke.

CREATIVE EUROPE - MEDIA brachte einige Veränderungen in den Förderbereichen, wobei ein besonderes Augenmerk auf Innovation gelegt wird. Mit der neuen Förderschiene Audience Development soll vor allem das junge Publikum mit kreativen Ansätzen zur Filmvermittlung für den europäischen Film interessiert werden. VideospielentwicklerInnen können seit 2014 Förderung für Konzept- und Projektentwicklung beantragen.

Neu hinzugekommen ist auch die Förderung für internationale Koproduktionsfonds, die internationale Koproduktionen finanzieren und Strategien für eine breite Kinoauswertung der ausgewählten Projekte bieten. Die EU-Fördermittel können zur Unterstützung der im Fonds geförderten Projekte verwendet werden.

Die Finanzierungsförderung i2i wird in Creative Europe nicht weitergeführt.

Antragsberechtigt sind grundsätzlich juristische Personen aus verschiedenen Bereichen der audiovisuellen Industrie mit Sitz in einem teilnehmenden Land.

MEDIA Förderungen sind in der Regel nicht rückzahlbare Zuschüsse. Der MEDIA Förderanteil kann je nach Förderbereich bis zu 80% der Projektkosten ausmachen, jedes von MEDIA geförderte Projekt muss eine Gegenfinanzierung aus anderen Förder- oder Finanzierungsquellen nachweisen. In einigen Förderbereichen wurden zur Erleichterung der Antragstellung und Administration Pauschalsummen-Förderungen eingeführt.

Europaweit wurden 2014, dem ersten Jahr von CREATIVE EUROPE MEDIA 109,6 Mio. Euro für 1.790 Projekte zugesagt, nach Österreich wurden im Jahr 2014 aus der MEDIA Förderung über 2,75 Mio. Euro zugesagt.

Creative Europa Austria Mitgliedsländer (33)
Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern.
Stand: Dezember 2014
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Quelle: Creative Europe Desk Austria-MEDIA