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Die Zahl der Kinofilme, die in der EU produziert wurden, ist 2013 weiter gestiegen, wenn auch nur leicht. 2013 wurden in der EU schätzungsweise 1.546 Kinofilme produziert, 18 mehr als 2012. Insgesamt waren es 1.075 Spielfilme und 471 Dokumentarfilme. Spielfilme machten rund 70% aller produzierten Filme aus, auch wenn die Produktion von Spielfilmen stagnierte. Das Wachstum geht in erster Linie auf die Zunahme bei den Dokumentarfilmen zurück. 2013 wurden 15 Dokumentarfilme mehr gedreht als 2012.

Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle widmet sich der Erhebung, Auswertung und Veröffentlichung von Informationen über den europäischen audiovisuellen Sektor. Sie umfasst als europäische, öffentlich-rechtliche Organisation 40 Mitgliedstaaten (Stand: Juli 2014) und die Europäische Union, vertreten durch die Europäische Kommission. Sie agiert innerhalb des Rechtsrahmens des Europarats und arbeitet u.a. mit Berufsverbänden der Industrie und einem KorrespondentInnennetzwerk zusammen. Neben Beiträgen zu Konferenzen veröffentlicht die Informationsstelle ein statistisches Jahrbuch und diverse Studien. Hinzu kommen der Aufbau und die Pflege verschiedener Datenbanken - z.B. die Lumiere-Datenbank mit den Besuchszahlen europäischer Filme - und die Bereitstellung weiterführender umfassender Informationen auf http://www.obs.coe.int.

Eine Abschätzung der Gesamtzahl der in der EU produzierten Spielfilme ist immer noch schwierig. Die Europäische Audiovisuelle Informationsstelle berücksichtigt Kinofilme in Spielfilmlänge, nicht jedoch Koproduktionen mit Minderheitsbeteiligung sowie US-amerikanische und ausländische Koproduktionen im Vereinigten Königreich. Die nationalen Verfahren zur Erfassung der Daten unterscheiden sich erheblich, Koproduktionen können doppelt gezählt werden, auch sind für einige Länder keine getrennten Datensätze für fiktionale und dokumentarische Kinofilme verfügbar.

Um einen besseren Vergleich der länderübergreifenden Produktionen zu ermöglichen, wird von der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle eine eindeutige Unterscheidung der Herstellungsdaten von fiktionalen und dokumentarischen Kinofilmen angestrebt.

Durch konstant hohe Produktionszahlen in Deutschland, ein Wiedererstarken der spanischen Filmwirtschaft und - trotz - Rückgängen produzierter Filme in Frankreich und vor allem im Vereinigten Königreich, liegen diese vier Länder an der Spitze der europäischen Produktionsstatistik. Italien scheint sich zu erholen und liegt auf Rang fünf. Erstaunlich sind die Steigerungsraten von Belgien, einem Markt der für Österreich immer wieder als Benchmark genutzt wird.
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*/ vorläufige Zahlen
Korrekturen gegenüber den Vorjahren wurden berücksichtigt
Quelle: Europäische Audiovisuelle Informationsstelle - Focus 2014
 
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Korrekturen gegenüber den Vorjahren
Aufstellung enthält majoritäre und minoritäre Produktionen
*/ vorläufige Zahlen
1/ Erstaufführungen
2/ Schätzung
Quelle: Europäische Audiovisuelle Informationsstelle, Focus 2014, Filminstitut