nach oben| Vergabevolumen am Beispiel des ORF
Der ORF vergab 2012 Mittel in Höhe von 104,7 Mio. Euro, darin enthalten sind die Beauftragungen von Fernsehproduktionen als auch die Mittel, die im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens vergeben werden. >> Kapitel Förderungen + Finanzierungen

Der Filmwirtschaftsbericht unterscheidet zwischen TV-Vergabevolumen (also der Beauftragung von Fernsehproduktionen) und Mitteln aus dem Film/Fernseh-Abkommen, wo österreichische Kinofilme unterstützt werden und dem ORF nach Ablauf der Kinoschutzrechte Nutzungsrechte für sieben Jahre eingeräumt werden. In diesem Abschnitt des Berichts wird ausschließlich auf das Vergabevolumen des ORF im Bereich der Fernsehproduktionen eingegangen. Das TV-Vergabevolumen des ORF bezieht sich auf sämtliche Auftrags- und Koproduktionen, die der ORF im Jahr 2012 mit österreichischen FilmherstellerInnen abgeschlossen hat. Das Volumen umfasst jeweils den Gesamtbetrag, mit dem der ORF an einem Projekt beteiligt ist, bzw. mit dem er dieses finanziert. Werden Ko-Beiträge Dritter über den ORF eingebracht, so sind sie ebenfalls im Volumen enthalten. Nicht enthalten sind Käufe von österreichischen FilmherstellerInnen sowie Teamanmietungen. Zu beachten ist in diesem Zusammenhang, dass es sich hierbei um die Zusagen, nicht um die Auszahlungen im Berichtsjahr handelt.

2012 beträgt das Vergabevolumen, ohne die Mittel für das Film/Fernseh-Abkommen, knapp 97 Mio. Euro, ein Minus von 2,5% gegenüber 2011.
nach oben| Vergabevolumen des ORF 2009-2012
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Quelle: ORF
 
nach oben| Anzahl FilmherstellerInnen
Im Gegensatz zur Entwicklung der Jahre 2010 und 2011, als der ORF seine Mittel an eine deutlich wachsende Zahl von Unternehmen vergab, ist 2012 eine Verengung in der Anzahl der AuftragnehmerInnen zu beobachten. Waren es 2009 97 FilmherstellerInnen, stieg der Wert auf 104 im Jahr 2010 und erreichte 115 im Jahr 2011, um dann 2012 wieder auf 97 zurück zu gehen.
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Quelle: ORF
 
nach oben| Vergabevolumen und FilmherstellerInnen
Die Anzahl der AuftragnehmerInnen von 95 % der Vergabemittel des ORF schwankte in den letzten Jahren zwischen 30 und 35. Im Jahr 2012 waren es 30 HerstellerInnen, die 95 % der Mittel erhielten, die verbleibenden 5% der Vergabemittel teilen sich 67 Unternehmen. Angesichts der Struktur der österreichischen Produktionsunternehmen, wo gerade 52 Firmen zehn oder mehr Beschäftigte aufweisen, ist das aber wenig erstaunlich.
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Quelle: ORF
 
nach oben| Programmaufteilung nach Vergabevolumen
Ein Längsschnitt der Vergabevolumina macht angesichts der oft langfristigen Vorläufe nur über mehrere Jahre Sinn. Seit dem Jahr 2009 zeigt sich eine Verschiebung der Mittel zu Shows und Dokumentationen/Magazinen. Zwischen Film und Serie findet im Wesentlichen ein Abtausch der Mittelzuwendung statt.
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Quelle: ORF
 
nach oben| Programmaufteilung nach Minuten
Auch wenn die nominellen Vergabevolumina angesichts der Preisentwicklung stagnieren, erfüllt der ORF für die Jahre 2010, 2011 sowie 2012 seine Zusage, jährlich 95 Mio. Euro einschließlich der Mittel aus dem Film/Fernseh-Abkommen an die österreichische Filmwirtschaft zu vergeben, bei weitem. Diese Summe wurde sowohl 2010 mit 101,5 Mio. Euro, als auch 2011 mit 107,3 Mio. Euro und 2012 mit 104,7 Mio. Euro deutlich überschritten.
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Quelle: ORF
 
nach oben| Produktionen mit Förderungen
Der ORF weist für das Jahr 2012 insgesamt zwölf Dokumentationen aus, die zusammen mit dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur im Rahmen des Bildungsmedienabkommens hergestellt werden, an vier davon ist auch der FERNSEHFONDS AUSTRIA beteiligt.
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Angaben zu 2012 unvollständig
Ab dem Filmwirtschaftsbericht für das Jahr 2012 werden die gemeinsam von BMUKK und ORF mitfinanzierten Projekte mit einer Extrakennzeichnung versehen und erstmals ausgewiesen.
Stand: Juli 2013
Quelle: ORF, Filminstitut
 
nach oben| Bildungsmedienabkommen
Seit 1996 regelt das Bildungsmedienabkommen die Zusammenarbeit zwischen dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur und ORF im Bereich der Bildungsmedien. Mit der gemeinsamen finanziellen Beteiligung an Filmproduktionen legen der ORF und das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur die Basis für die audiovisuelle Versorgung von Schulen und anderen Bildungseinrichtungen. Das Abkommen sichert die Finanzierung hochwertiger Produktionen für den Bildungsbereich durch heimische Filmschaffende, schafft für den Filmstandort Österreich einen zusätzlichen Mehrwert und kommt sowohl den Filmschaffenden als auch dem TV-Publikum und den Bildungseinrichtungen zugute. Seit Inkrafttreten des Abkommens wurden 70 Mio. Euro investiert und 225 Filmproduktionen als Koproduktionen oder Auftragsproduktionen realisiert. An den Gesamtproduktionskosten von 70 Mio. Euro beteiligten sich der ORF mit 31 Mio. Euro (entspricht 46% der Produktionskosten) und das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur mit 11 Mio. Euro (entspricht 15% der Produktionskosten). 28 Mio. Euro waren Eigenanteile der ProduzentInnen bzw. kamen von Filmförderstellen oder anderen Fernsehanstalten. Bei der Auswahl der Produktionen, die im Rahmen des Bildungsmedienabkommens umgesetzt werden, wird das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur von Pädagoginnen und Pädagogen beraten. Zusätzlich zu den Filmen selbst erstellt das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur ausführliche Materialien, die zur Vor- oder Nachbereitung des Films im Unterricht genutzt werden können. Das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur erwirbt für den Bildungsbereich- sofern lizenzrechtlich möglich - die Online-Rechte der Produktionen für den Download im nichtkommerziellen Bereich. Schulen mit langsamer Internetverbindung sind dadurch nicht auf das Streaming von Inhalten angewiesen. Außerdem sind Urheberrechtsverletzungen ausgeschlossen. Die Mediathek des Bundesministeriums für Unterricht, Kunst und Kultur umfasst 2.000 verschiedene Bildungsfilme, die österreichweit unter www.bildungsmedien.tv von Schulen und Erwachsenenbildungseinrichtung abgerufen werden können.
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Quelle: ORF
 
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Quelle: ORF
 
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Quelle: ORF
 
nach oben| Vergabevolumen des ORF (Dokumentation, Magazin und Kleinaufträge) Lade Tabelle
Quelle: ORF