nach oben| Kinosäle und Sitzplätze
Die Anzahl der Kinos hat sich 2011 verringert, von 160 auf 157. Dieser Verlust ist durch gegenläufige Entwicklungen in den einzelnen Bundesländern gekennzeichnet: Während Burgenland, Tirol, Vorarlberg und Wien weniger Kinos aufweisen, haben Kärnten, Niederösterreich und Salzburg neue Kinos zu verzeichnen.

Auch ein Minus bei den Sälen ist zu verzeichnen, womit der Zuwachs des Jahres 2010 wieder verloren gegangen ist. Wie 2009 gibt es in Österreich 577 Säle, jedoch nur mit 101.880 Sitzplätzen. Gegenüber 2010 ist das ein Minus von fast 2.700 Sitzplätzen und auch gegenüber den Jahren 2008 bzw. 2009 bedeutet dies einen deutlichen Rückgang.
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Stand: Dezember 2011
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
nach oben| Struktur der Kinos
Während die Zahl der Kinos mit einem oder zwei Sälen um weitere drei sinkt, steigt die Zahl der Kinos mit drei bis fünf Sälen und vergrößert so das Gesamtangebot. Das Angebot an Kinos mit mehr als fünf Sälen hat um zwei Kinos abgenommen. Durch diese strukturellen Änderungen beträgt der Anteil der Mulitplexe (Kinos mit mehr als acht Sälen) am Sitzplatzangebot rund 48%. Auf Kinos mit weniger als fünf Sälen entfallen im Jahr 2010 mit 41% nun sogar höhere Anteile als zuletzt.
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Stand: Dezember 2011
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
nach oben| Kartenpreis
2011 kostet eine Kinokarte in Österreich 7,59 Euro, 1% mehr als im Jahr zuvor. 2011 gab es damit keine so deutlichen Steigerungen wie 2009 und 2010 mit den Erfolgen der 3D Filme. Die Kartenpreise liegen in Österreich dennoch höher als in Deutschland (7,4 Euro), Italien (6,3 Euro), Frankreich (6,3 Euro) oder Belgien (6,6 Euro), aber unter den durchschnittlichen Kartenpreisen in der Schweiz (12,6 Euro) oder Dänemark (10,1 Euro).
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Stand: Dezember 2011
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
nach oben| Struktur der Kinos nach Bundesländern
Die Daten zu den Kinos beruhen auf den Angaben der AKM (Urheberrechtsgesellschaft der Autoren, Komponisten, Musikverleger), die vom Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe zur Verfügung gestellt werden. Die AKM weist für 2011 16,8 Millionen Besuche aus, ein Minus von 0,5 Millionen gegenüber 2010 (17,3 Millionen Besuche). Der Rückgang an Sitzplätzen (ein Minus von 2.689) und an Besuchen führt dazu, dass sich die Sitzplatzauslastung gegenüber 2010 kaum verändert hat. War 2010 jeder Sitzplatz im Schnitt 166mal ausgelastet, so waren es 2011 nur mehr 165 verkaufte Kinokarten pro Sitzplatz.

Die Sitzplatzauslastung hat sich in den einzelnen Bundesländern recht unterschiedlich entwickelt: Burgenland, Tirol, Vorarlberg und Wien erreichen 2011 mehr Besuche pro Sitzplatz, in den übrigen Bundesländer, bis auf Oberösterreich, kommt es zu einem Absinken der Sitzplatzauslastung.
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Stand: Dezember 2011
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
nach oben| Digitalisierung
Österreich ist gemeinsam mit Frankreich und UK unter den Kinomärkten, die in Europa am dichtesten digitalisiert sind. 2011 sind in Österreich von den insgesamt zur Verfügung stehenden 577 Kinosälen bereits 393 Säle digitalisiert, rund 100 Kinosäle wurden 2011 zusätzlich digitalisiert.

Nach der Initiative der größten österreichischen Kinokette Constantin, die in den vergangenen Jahren die Digitalisierung ihrer Kinosäle in Österreich deutlich vorangetrieben hat, haben sich in Folge etliche andere Anbieter veranlasst gesehen, in die neue Technologie zu investieren. Unterstützt wurden diese Bemühungen auch durch Fördergelder der öffentlichen Hand.
Bei der Digitalisierung haben bis auf die Ein-Saal-Kinos 2011 Kinos aller Größen deutlich zugelegt. Der Anteil der digitalisierten Säle bei den Ein-Saal-Kinos ist mit unter 10% nach wie vor sehr gering. Multiplexe mit mehr als elf Sälen sind hingegen vollständig digitalisiert. Das Verhältnis von analogen und digitalen Kinosälen spiegelt sich mittlerweile auch bei den Filmkopien wieder: Die digitale Filmkopie hat die analoge Kopie überholt.
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Stand: Dezember 2011
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
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Stand: Dezember 2011
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe
 
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Stand: Dezember 2011
Quelle: Fachverband der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe