nach oben| Förderungen und Finanzierungen
  • 2011 betragen die Auszahlungen der Förderstellen knapp 67 Millionen Euro, ein Minus von 3,8 % bzw. 2,7 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr.
  • 44,5 Mio. Euro zahlen die nationalen Förderstellen aus, 22,5 Mio. Euro die Förderstellen der Länder.
  • Rund 71% (47,3 Mio. Euro) der Förderausgaben entfallen auf die Filmherstellung.
  • 297 Filme wurden 2011 erstmals gefördert. Die Anzahl der geförderten Fernsehfilme (90) übersteigt die der Kinofilme (67 Filme). Fast die Hälfte aller Filme fällt in die Kategorie der Sonstigen Filme.

Die Daten zum Kapitel „Förderungen und Finanzierungen“ basieren auf den Angaben der österreichischen Förderstellen. Seit 2009 werden alle Förderstellen mit ihren Auszahlungsbeträgen erfasst.

Diese Förderstellen wurden nach unterschiedlichen Kriterien eingerichtet und üben ihre Tätigkeit auf Grundlage unterschiedlicher Gesetze, Richtlinien udgl. aus. Eine einheitliche Kategorisierung der Förderbereiche wird dadurch erschwert. Die Einteilung der Sparten im Filmwirtschaftsbericht erfolgt nach den Kernbereichen Stoffentwicklung, Projektentwicklung, Herstellung und Verwertung (berücksichtigt sind hierbei Kinostarts und Festivalteilnahmen einzelner Filme). Die weiteren Förderbereiche werden unter „Sonstige Förderungen“ zusammengefasst. Je nach Förderstelle fallen darunter z.B. die Förderungen der Jahrestätigkeiten von Institutionen, die Durchführung von Festivals etc.

Im Bereich der Herstellung wird eine prinzipielle Trennung zwischen Kino- (ab 60 Minuten) und Fernsehfilme (ab 23 Minuten) vorgenommen. Filme, die nicht in diese Kategorien fallen und eine kürzere Spieldauer aufweisen, werden unter „Sonstige Filme“ zusammengefasst. Ein Problem bei der Erfassung sind die unterschiedlichen Projekttitel. Detailberechnungen sind nur für Kino- und Fernsehfilme möglich. Die im Kapitel "Förderungen und Finanzierungen" verwendeten Filmtitel beziehen sich auf die Einreichung bzw. erste Veröffentlichung, Titeländerungen können nicht berücksichtigt werden. Um das Auffinden von Filmen bei Kinostart bzw. Fernsehausstrahlung jedoch zu erleichtern, hat das Filminstitut eine Dokumentation erstellt.

Nicht alle Förderstellen protokollieren Art des Filmes, Dauer und Zweck der Förderung, FilmherstellerInnen etc. im Detail. Bei den Angaben ist das Filminstitut auf die Angaben der Förderstellen angewiesen, es kann diese weder verifizieren noch kontrollieren. Die Zuordnung der Filme erfolgt durch die Förderstellen. Filme, die bereits einmal einer Kategorie zugeteilt worden sind, werden auch in den Folgejahren dieser Kategorie zugeteilt. Als österreichische Filme gelten österreichische und österreichisch/ausländische Gemeinschaftsproduktionen, unabhängig davon, ob es sich dabei um österreichische Mehrheits- oder Minderheitsproduktionen handelt. Kofinanzierungen („finanzielle Koproduktionen“) sind ausländische Filme mit österreichischer finanzieller Beteiligung. Im Falle einer Förderung durch das Filminstitut setzt dies eine Vereinbarung auf Gegenseitigkeit des Filminstituts mit einer entsprechenden ausländischen Förderinstitution voraus. Unter „ausländische Produktionen“ (auch „incoming productions“) fallen Vorhaben, die keine oder eine zu geringe österreichische künstlerische, technische und finanzielle Beteiligung haben, um den Voraussetzungen zur Erlangung eines österreichischen Ursprungszeugnisses zu entsprechen und der/die ProduzentIn keine Produktionsniederlassung in Österreich hat. „Förderung“ und „Finanzierung“: Unter „Förderung“ sind jedenfalls materielle Vorteile ohne unmittelbare Gegenleistung zu verstehen, die von der öffentlichen Hand an Unternehmen geleistet werden. Demgegenüber steht z.B. die „Filmfinanzierung“ des ORF, der für seine Mitfinanzierung im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens Senderechte erhält und an den Einspielergebnissen der Filme beteiligt ist.