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Im Vergleich zum Jahr 2010 war die Landschaft der österreichischen Fernsehveranstalter keinen wesentlichen Änderungen unterworfen. Die Zahl der Fernsehveranstalter ist konstant hoch, bedingt vor allem durch zahlreiche lokale Kabel-TV-Veranstalter.

Laut Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH (Stand Juli 2012) sind nach dem Audiovisuellen-Mediendienstegesetz (AMD-G) 136 Kabelrundfunkveranstalter angezeigt.
In den hier genannten Zahlen ist der ORF nicht berücksichtigt. Der ORF verbreitet seine Programme terrestrisch digital, über Satelliten und im Kabel.

Manche Bundesländer weisen eine hohe Zahl an Veranstaltern auf, da diese Regionen durch mehrere kleinräumige Kabelnetze versorgt werden. Häufig veranstaltet der Netzbetreiber selbst ein entsprechendes Kabel-Programm.

Mit Juli 2012 waren 33 Satellitenveranstalter zugelassen. Die Zahl der SAT-Veranstalter ist im Vergleich zum Vorjahr etwas gestiegen, bei den Programmen handelt es sich überwiegend um Spartenprogramme (Musik, Special Interest, Erotik).

2012 werden erstmals keine analogen Programme mehr ausgestrahlt. Im Bereich des digitalen terrestrischen Fernsehens sind insgesamt 26 Zulassungen österreichweit zu verzeichnen. Vier Zulassungen umfassen dabei MUX A und B, strahlen also bundesweit aus, wobei diese den drei TV-Veranstaltern ATV, Servus TV und Puls 4 zugeteilt sind. Für regionale Verbreitung über MUX C (verschiedene Gebiete in den Bundesländern) wurden 22 regionale Zulassungen erteilt. Dabei ist zu beachten, dass die Zahl der Zulassungen zur Veranstaltung von digitalem terrestrischem Fernsehen nicht der Anzahl der Programmzulassungen entspricht, da diese vom Zulassungsinhaber gesondert zu beantragen sind.

Eine Veränderung im TV-Bereich ist jedoch im Vergleich zu den Vorjahren zu bemerken: Die Zahl audiovisueller Mediendiensteanbieter steigt beständig an. Die Kommunikationsbehörde Austria verzeichnet im Juli 2012 16 Internet TV-Anbieter und 80 angezeigte Abrufdienste.

Fernsehförderungen
Zur Stabilität des österreichischen Rundfunkmarktes (TV und Hörfunk) tragen auch maßgeblich die Fördermittel des Privatrundfunkfonds (PRRF) sowie des Nichtkommerziellen Rundfunkfonds (NKRF) bei.

Im Berichtsjahr 2011 standen dem Privatrundfunkfonds insgesamt zehn Millionen Euro zur Verfügung. Diese Mittel sind durch die RTR-GmbH anzulegen und zur Förderung privater Rundfunkveranstalter zu verwenden. Auf Grund von Zinserlösen und Rückzahlungen aus früheren Antragsterminen konnte 2011 über 10,79 Mio. Euro verfügt werden. Im TV-Bereich erhielten lokale TV-Veranstalter, die lediglich ein Wochenmagazin anbieten, geringere Förderungen als jene, die mehrfach wöchentlich oder täglich ein neues Programm ausstrahlen. Größere - meist landes- oder bundesweite - TV-Veranstalter haben einen wesentlich höheren Aufwand und bringen meist regelmäßige Informationssendungen, oft mehrmals täglich. Die bundesweiten TV-Veranstalter bekamen daher die höchsten Förderungen aus dem Privatrundfunkfonds. Das meistgeförderte Format waren Nachrichtensendungen. Verstärkt wurden aber auch
Ausbildungsmaßnahmen gefördert.

Im Rahmen des Nichtkommerziellen Rundfunkfonds standen 2011 Fördermittel in der Höhe von zwei Millionen Euro zur Verfügung. Der Großteil dieser Mittel wurde bereits im Rahmen des ersten Antragtermins ausgeschöpft. Auch im nichtkommerziellen TV-Bereich lag der Schwerpunkt auf der Inhalteförderung, verstärkt wurden aber auch Ausbildungsmaßnahmen gefördert.

Die Förderung für privaten Rundfunk wird 2012 von zehn auf 12,5 Mio. Euro, jene für nichtkommerzielle Rundfunkveranstalter von einer auf 2,5 Mio. Euro erhöht.

http://www.rtr.at/de/foe
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Stand: Juli 2012
Quelle: Rundfunk- und Telekom Regulierungs-GmbH