nach oben| Förderungen und Finanzierungen F+F 10
  • 2010 betragen die Auszahlungsbeträge aller Förderstellen 69,6 Mio. Euro, davon entfallen 36,7 Mio. Euro auf die Bundesförderstellen, acht Millionen Euro kommen vom ORF Film/Fernseh-Abkommen. Die Förderstellen der Länder zahlten 2010 knapp 25 Millionen Euro aus.
  • Die Auszahlungen stiegen 2010 um 15,3% gegenüber 2009.
  • Die durchschnittlichen Kosten eines österreichischen Kinospielfilms - auf Basis der Auszahlungen aller 19 Förderstellen - beliefen sich auf rund 1,3 Mio. Euro, die der majoritären Koproduktion auf 3,1 Mio. Euro. Die durchschnittlichen Kosten eines Fernsehspielfilms betragen 1,8 Mio. Euro.
  • Die Herstellung nimmt mit 76% den größten Anteil der Auszahlungen ein, auf Verwertung entfallen 3,4%, Stoffentwicklung und Projektentwicklung machen 2,6% aus. Sonstige Förderungen (vor allem die Förderung von Infrastrukturen) summieren sich auf 17,2%.

Mit dem Jahr 2009 wurde im Filmwirtschaftsbericht eine neue Datenreihe begonnen. In Anlehnung an das Kapitel „Filmwirtschaft“ werden für das Kapitel „Förderungen und Finanzierungen“ ausschließlich die Auszahlungsbeträge der Förderstellen genannt, jene Mittel, die tatsächlich geflossen sind. Um die Gesamtheit der österreichischen Förder- und Produktionslandschaft darstellen zu können, werden alle in Österreich kontinuierlich fördernden Institutionen/ Einrichtungen im Detail angeführt. Der Filmwirtschaftsbericht umfasst die Auszahlungsbeträge aller 19 Förderstellen. Diese Förderstellen wurden
nach unterschiedlichen Kriterien eingerichtet und üben ihre Tätigkeit auf Grundlage unterschiedlicher Gesetze, Richtlinien und Regulative aus. Eine einheitliche Kategorisierung der Förderbereiche wird dadurch erschwert. Die Einteilung der Sparten im Filmwirtschaftsbericht erfolgt nach den Kernbereichen Stoffentwicklung, Projektentwicklung, Herstellung und Verwertung (berücksichtigt sind hierbei Kinostarts, aber auch Festivalteilnahmen einzelner Filme). Die weiteren Förderbereiche werden der Einfachheit wegen unter „Sonstige Förderungen“ zusammengefasst. Je nach Förderstelle fallen darunter z.B. die Förderungen der Jahrestätigkeiten von Institutionen, die Durchführung von Festivals etc. Im Bereich der Herstellung wird eine prinzipielle Trennung zwischen Kino- (ab 60 Minuten) und Fernsehfilme (ab 23 Minuten) vorgenommen. Filme, die nicht in diese Kategorien fallen und eine kürzere Spieldauer aufweisen, werden unter „sonstige Filme“ zusammengefasst. Detailberechnungen sind nur für Kino- und Fernsehfilme möglich. Nicht alle Förderstellen protokollieren Art des Filmes, Dauer und Zweck der Förderung, FilmherstellerInnen etc. im Detail. Ein Problem bei der Erfassung sind unterschiedliche Projekttitel. Ab F+F 09 werden die Filmtitel laut Einreichung bzw. erster Veröffentlichung verwendet, durchgehend für alle Filmwirtschaftsberichte, in denen der Film berücksichtigt wird. Wird für einen Film ein neuer Filmtitel gewählt, wird dies dokumentiert.

Alle Detaildarstellungen beruhen auf den Angaben der Förderstellen. Als österreichische Filme gelten österreichische und österreichisch/ausländische Gemeinschaftsproduktionen, unabhängig davon, ob es sich dabei um österreichische Mehrheits- oder Minderheitsproduktionen handelt. Kofinanzierungen („finanzielle Koproduktionen“) sind österreichischen Filmen gleichgestellte ausländische Filme mit österreichischer finanzieller Beteiligung. Im Falle einer Förderung durch das Österreichische Filminstitut setzt dies eine Vereinbarung auf Gegenseitigkeit des Filminstituts mit einer entsprechenden ausländischen Förderungsinstitution voraus. Unter „ausländische Produktionen“ (auch „incoming productions“) fallen Vorhaben, die keine oder eine zu geringe österreichische künstlerische, technische und finanzielle Beteiligung haben, um den Voraussetzungen zur Erlangung eines österreichischen Ursprungszeugnisses zu entsprechen und keine dauerhafte Produktionsniederlassung in Österreich vorhanden ist. „Förderung“ und „Finanzierung“: Unter „Förderung“ sind jedenfalls materielle Vorteile ohne unmittelbare Gegenleistung zu verstehen, die von der öffentlichen Hand an Unternehmen geleistet werden. Demgegenüber steht z.B. die „Filmfinanzierung“ des ORF, der für seine Mitfinanzierung im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens Senderechte erhält und an den Einspielergebnissen der Filme beteiligt ist.