nach oben| Filmwirtschaft F+F 10
  • In Summe sind es 2.180 Unternehmen, die ihren Schwerpunkt in der Filmwirtschaft angeben. Zwei Drittel davon sind Produktionsunternehmen im Bereich Kino- und TV-Film. Vor allem hier wächst die Anzahl der Einpersonen-Unternehmen (EPUs) weiter.
  • Die Filmwirtschaft erzielt Umsätze in der Höhe von knapp 697 Millionen Euro und beschäftigt 6.880 MitarbeiterInnen, davon 4.809 unselbständig. (Statistik Austria)
  • Produktionsunternehmen und Videotheken zeigen deutlich die Folgen der Wirtschaftssituation, Kinounternehmen, Verleihe aber können ihre Umsätze durch die hohe Zahl der Kinobesuche (2009) steigern.
  • Während die Produktionsunternehmen ihre Bruttoinvestitionen deutlich gekürzt haben (die WerbefilmherstellerInnen um 60%), haben Kinounternehmen (+44%) und Filmverleihe (+143%) das Investitionsvolumen kräftig erhöht. Das dürfte nicht zuletzt mit dem massiven Ausbau der Digitalisierung der Projektionstechnik zusammenhängen.
  • Durch die deutlich steigenden Erträge (Bruttowertschöpfung) der Unternehmen im Bereich Kino, Filmverleih und -vertrieb, aber auch Wirtschaftsfilm, wird die sinkende Bruttowertschöpfung von Kino- und TV-Film bzw. Werbefilm mehr als kompensiert und die Branche kann mit 273 Millionen Euro insgesamt eine um 15% höhere Bruttowertschöpfung (vor Gehältern und Investitionen) erzielen.

Eine der zentralen Aufgaben des Filmwirtschaftsberichts ist es, die Gesamtheit des Filmschaffens in Österreich darzustellen. Kernelement dabei ist die wirtschaftliche Situation der Branche. Mit dem Filmwirtschaftsbericht 2010, F+F 09 wurden die Daten zum Thema Filmwirtschaft auf eine neue Basis gestellt. Da die Statistik Austria im Rahmen der Leistungs- und Strukturstatistik die Erfassungsbereiche ausgeweitet hat, kann nun eine neue Datenqualität mit detaillierteren Zahlen erreicht werden. Die Statistik Austria berücksichtigt nur jene Unternehmen, die nach eigenen Angaben im jeweiligen Bereich ihren Tätigkeitsschwerpunkt haben.
„Die Leistungs- und Strukturstatistik der Statistik Austria erlaubt wichtige Aussagen über die Struktur, Tätigkeit, Beschäftigung, Investitionstätigkeit und Leistung der Unternehmen auf nationaler und regionaler Ebene in der Gliederung nach Wirtschaftsbereichen entsprechend der ÖNACE. Diese Statistik wird in Form einer sogenannten Konzentrationsstichprobe (Vollerhebung mit variablen Abschneidegrenzen unter Berücksichtigung eines Repräsentanzkriteriums) bei gleichzeitiger konsequenter Nutzung verfügbarer Verwaltungsquellen (Hauptverband der österreichischen Sozialversicherungsträger, Finanzbehörden sowie ab 2008 auch Lohnzetteldaten) und von Synergien zwischen statistischen Erhebungen im Sinne des Bundesstatistikgesetzes 2000 erstellt. Alle Unternehmen unterhalb der gesetzlich vordefinierten Schwellenwerte (Abschneidegrenzen) werden mittels eines modellbasierten Ansatzes zur Datenergänzung mit Hilfe der verfügbaren Verwaltungsdaten auf Mikroebene berechnet.“ (Statistik Austria)

Bei den kumulierten Umsätzen ist zu beachten, dass die Vorleistungen nicht abgezogen sind. Die dargestellten Werte entsprechen also weitgehend den Produktionswerten und nicht der Wertschöpfung. In den Umsätzen der Kinos sind Umsätze der Produktionsunternehmen oder der Verleihfirmen enthalten. Auch die Umsätze der Nachbearbeitung sind Vorleistungen, die bei den Produktionsunternehmen Ausgaben bedeuten. Mit dem Filmwirtschaftsbericht 2011, F+F 10 besteht somit erstmals die Möglichkeit, einen Längsschnitt, einen Vergleich über nunmehr zwei Jahre und damit eine Entwicklungstendenz darzustellen.