nach oben| Filmpreise
  • Mit dem Kinofilm "Das weiße Band - Eine deutsche Kindergeschichte" von Michael Haneke/Wega Film ist das dritte Mal in Folge ein Ö Kinofilm für den "Auslands-Oscar" nominiert.
  • Der "Special Orrizonti Jury Prize" der Filmfestspiele von Venedig wird an den Dokumentarfilm "The Forgotten Space"/Wildart Film vergeben.
  • Bei den Fernsehfilmen setzt sich der Erfolg der "Universum-Reihe" auch 2010 fort.
  • "Steiermark - Das grüne Herz Österreichs" ist weltbester Tourismusfilm des Jahres 2010.
  • Drei österreichische Werbefilme gewinnen in Portorož "Gold" bzw. "Silber".


Filmfestivals sind periodisch stattfindende, kulturelle Veranstaltungen mit Event-Charakter, die ProduzentInnen und FilmemacherInnen die Chance geben, international auf sich aufmerksam zu machen und Vertriebswege für ihre Filme zu erschließen. Filmfestivals wie Berlin, Cannes oder Toronto haben zudem jeweils eine Filmmesse (Filmmarkt) angeschlossen. Der "International Guide Film Video Festivals" (Hrsg. Wolfgang Samlowski) weist nach Ländern sortiert für das Jahr 2010 550 internationale Filmfestivals auf, darunter 78 spezialisierte Filmfestivals für Kurzfilme und 230 für Dokumentarfilme.

Die bedeutendsten Kinofilmfestivals sind so genannte A-Festivals. Als A-Festivals gelten Filmfestspiele mit internationalem Wettbewerb, die beim internationalen Filmproduzentenverband FIAPF akkreditiert sind. Im Jahr 2010 gab es folgende 13 A-Festivals:
  • Internationale Filmfestspiele Berlin (Deutschland, Februar)
  • Festival de Cannes (Frankreich, Mai)
  • Shanghai International Film Festival (China, Juni)
  • Moscow International Film Festival (Russland, Juni)
  • Karlovy Vary International Film Festival (Tschechien, Juli)
  • Festival Internazionale del film Locarno (Schweiz, August)
  • World Film Festival Montréal (Kanada, August/September)
  • Mostra Internazionale d’Arte Cinematografica (Italien, September)
  • Festival Internacional de Cine de San Sebastián (Spanien, September)
  • Warsaw Film Festival (Polen, Oktober)
  • Tokyo International Film Festival (Japan, Oktober)
  • Festival Internacional de Cine de Mar del Plata (Argentinien, November)
  • Cairo International Film Festival (Ägypten, November/Dezember)


Die Teilnahme an ausgewählten Wettbewerben internationaler Filmfestivals sowie Preise und Auszeichnungen qualifizieren österreichische Kinofilme auch als Referenzfilme im Rahmen der erfolgsabhängigen Filmförderung des Österreichischen Filminstituts. Die Referenzmittel sollen anspruchsberechtigten ProduzentInnen die Grundfinanzierung für die Herstellung bzw. die Entwicklung eines neuen Projekts nach eigener Entscheidung ermöglichen.
Im Jahr 2010 haben zwei Filme aufgrund von Teilnahmen in Kombination mit Kinobesuchen die Voraussetzung für die Beanspruchung von Referenzmittel beim Filminstitut erfüllt: "Der Räuber"/Geyrhalter Film, Regie: Benjamin Heisenberg und "Jud Süß - Film ohne Gewissen"/Novotny & Novotny Film, Regie: Oskar Roehler. Beide Filme nahmen bei den Festspielen von Berlin im Wettbewerb teil.


Die Filme werden entsprechend ihrer primären Verwertung zugeordnet.
Internationale Kinofilmpreise enthalten vorwiegend Filmpreise und -auszeichnungen, Preise für SchauspielerInnen, Kritikerpreise sowie lobende Erwähnungen sind nicht Gegenstand des Filmwirtschaftsberichts.