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Förderprogramm der Europäischen Union zur Unterstützung der audiovisuellen Industrie in Europa
  • 2,4 Mio. Euro flossen 2010 aus der MEDIA-Förderung in die österreichische Filmindustrie. Innerhalb der automatischen Verleihförderung für den Verkauf von Kinokarten europäischer nichtnationaler Filme konnte mehr als eine Million Euro
    für die Reinvestition in neue Projekte generiert werden.
  • Die österreichische VoD Plattform Flimmit wurde im Rahmen des MEDIA-Aufrufs für neue Technologien mit 400.000 Euro gefördert. Flimmit bietet neben einer Video on Demand Plattform für legalen Download/ Stream von etwa 600 Filmen auch eine Filmsuchmaschine mit mehr als 70.000 Filmen.

http://www.mediadeskaustria.eu


Das MEDIA-Programm der Europäischen Union zur Unterstützung und Stärkung der europäischen audiovisuellen Industrie feiert 2011 sein 20-jähriges Bestehen. Bestreben war und ist es, die kulturelle Identität und die kulturelle Vielfalt Europas zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit von europäischen audiovisuellen Werken zu gewährleisten. Das aktuelle Programm, MEDIA 2007, läuft bis 2013 und ist mit einem Gesamtetat von 755 Millionen Euro ausgestattet, der sich auf die Bereiche Verleih und Vertrieb, Entwicklung, Promotion und Fortbildung verteilt. Im Rahmen von MEDIA Mundus wird die Zusammenarbeit mit Ländern außerhalb Europas unterstützt. Neue Initiativen setzte MEDIA mit dem MEDIA Produktionsgarantiefonds, der ProduzentInnen den Zugang zu Bankdarlehen erleichtert und mit der Förderung der Kinodigitalisierung.

Jedes Mitgliedsland des MEDIA-Programms verfügt über einen MEDIA Desk, der beratende Funktion ausübt und AntragstellerInnen bei den Einreichungen Hilfestellung leistet. Zudem erledigt der MEDIA Desk als Informationsstelle in den jeweiligen Ländern die Öffentlichkeitsarbeit und fungiert als Bindeglied zwischen den nationalen Fördereinrichtungen und der Europäischen Kommission. In Österreich ist der MEDIA Desk im Österreichischen Filminstitut eingerichtet, die politische Vertretung im MEDIA Ausschuss in Brüssel wird durch das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur wahrgenommen. Österreich ist 1992 dem MEDIA-Programm beigetreten.

Antragsberechtigt sind grundsätzlich Vertriebs- und Verleihfirmen, Produktionsfirmen, Trainingsinitiativen, Festivals und Unternehmen, die Promotionsmaßnahmen für den europäischen Film durchführen oder die neue Technologien für den Vertrieb europäischer Inhalte entwickeln oder bereitstellen (Digitalisierung). Ein antragstellendes Unternehmen muss seinen Sitz in einem der MEDIA-Mitgliedsländer haben und sich mehrheitlich im Besitz von Staatsbürgern eines MEDIA-Mitgliedslandes befinden. Einzelpersonen können keinen Antrag stellen.

In der Regel übernimmt MEDIA maximal 50% der Kosten, die restlichen 50% der Finanzierung müssen die AntragstellerInnen garantieren. Stammt der Antrag aus einem Land mit geringer Produktionskapazität oder spiegelt die Maßnahme die Vielfalt der europäischen Kultur auf besondere Weise wider, kann die Unterstützung in Ausnahmefällen auf 60% angehoben werden. Sämtliche Förderungen werden als Zuschuss vergeben. Das MEDIA-Programm hat 32 Mitgliedsstaaten: Belgien, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Irland, Island, Italien, Kroatien, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Malta, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Ungarn und Zypern (Stand: Dezember 2010).
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Das Europäische Förderprogramm MEDIA 2007 läuft vom 1. Jänner 2007 bis 31. Dezember 2013. Es ist mit einem Budget von insgesamt 755 Millionen Euro ausgestattet. Die Schwerpunkte des Programms liegen auf Entwicklung, Training, Verleih, Vertrieb, Promotion und Pilotprojekten.

2,4 Mio. Euro flossen im Jahr 2010 aus der MEDIA-Förderung in die österreichische Filmindustrie. Innerhalb der automatischen Verleihförderung für den Verkauf von Kinokarten europäischer nichtnationaler Filme konnte 2010 mehr als eine Million Euro für die Reinvestition in neue Projekte generiert werden. MEDIA förderte auch Veranstaltungen des Erich Pommer Instituts und den „Sources 2“ - Drehbuchentwicklungsworkshop in Österreich. Österreichische Filmschaffende haben im Jahr 2010 auch an MEDIA unterstützten Seminaren teilgenommen.
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TV Herstellung 2010: Förderung für TV-Spiel-, Dokumentar- und Animationsfilme, an denen mehrere europäische Fernsehsender als Koproduzenten oder durch Vorverkäufe beteiligt sind, „Grenznaht/Hemline“ von Langbein und Partner Medien
Festivalförderung 2010: Zuschuss für europäische audiovisuelle Festivals, die einen Großteil ihres Programms dem europäischen Film widmen, „Crossing Europe Filmfestival“, Linz
Video on Demand 2010: Unterstützt wird die Entwicklung und digitale Verbreitung von europäischen audiovisuellen Katalogen und Programmen, „Video on Demand Plattforum, „Flimmit“ - Filmsuchmaschine
Quelle: MEDIA Desk