nach oben| Marktanteile nach Herkunft
Der starke Anstieg der Marktanteile der überwiegend US-amerikanischen 3D-Blockbuster besonders in den Jahren 2008 und 2009 hat offensichtlich dazu beigetragen, dass der Marktanteil europäischer Filme auf den niedrigsten Stand seit 2005 (24,6%) Jahren zurückgefallen ist. Nach einer Phase des stetigen Anstiegs (auf 28,3% in 2008) ist der Marktanteil europäischer Filme in der EU 2009 auf 26,8% und 2010 nach vorläufigen Schätzungen der Europäischen Audiovisuellen Informationsstelle auf 25,3% zurückgegangen. Der Marktanteil US-amerikanischer Filme ist dagegen von 66,9% auf geschätzte 68,0% gestiegen. Davor lag dieser Marktanteil in den Jahren 2006 und 2008 nur zwischen 63% und 65%. Durch die Erfolge von „Harry Potter and the Deathly Hallows: Part 1“ und „Robin Hood“ ist der Marktanteil der in Europa produzierten Filme mit überwiegend US-amerikanischer Beteiligung von 4,0% auf 5,4% gestiegen.
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*/ vorläufige Zahlen, provisorische Zahlen der Vorjahre wurden korrigiert
Quelle: Europäische Audiovisuelle Informationsstelle - LUMIERE Datenbank
 
nach oben| Marktanteile europäischer Filme
Die höchsten Besuchszahlen für europäische Produktionen erzielten auch 2010 wieder französische Filme, angeführt von „Les petits mouchoirs“. Dahinter folgen, vor allem auf Grund guter Ergebnisse auf dem nationalen Markt, italienische Produktionen mit 4,1% und deutsche Produktionen, auf die 3,1% der Kinobesuche in der EU insgesamt entfallen, zurückzuführen auf den 3D-Horrorfilm „Resident Evil: Afterlife“.
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*/ vorläufige Zahlen, provisorische Zahlen der Vorjahre wurden korrigiert
Quelle: Europäische Audiovisuelle Informationsstelle - LUMIERE Datenbank
 
nach oben| Marktanteile im Vergleich
2010 konnte eine deutliche Steigerung der nationalen Marktanteile verzeichnet werden, auch wenn die Spitzenwerte des Jahres 2008 nicht erreicht wurden. Besonders deutlich ist diese Entwicklung in den traditionell starken Kinomärkten Italien und UK, wo die Ergebnisse des Jahres 2009 übertroffen werden konnten. Frankreich konnte seinen nationalen Marktanteil fast halten, Märkte wie Dänemark, Finnland, Norwegen, Tschechien oder die Türkei konnten gegenüber 2009 auf hohem Niveau zulegen. Enttäuschend sind die Rückgänge des Anteils heimischer Produktionen am Gesamtmarkt in Deutschland (wo allerdings auch ein deutlicher Rückgang der Produktionen zu beobachten war). Auch Spanien musste einen Rückgang des nationalen Marktanteils hinnehmen, und das trotz einer außerordentlich gestiegenen Anzahl von Filmproduktionen.
In kleineren - sprachlich eigenständigen - Märkten ist der Marktanteil besonders abhängig von einzelnen besonders erfolgreichen Produktionen. Der Erfolg der Millenium-Trilogie etwa hob in Schweden den nationalen Marktanteil 2009 auf 33% an, im Jahr 2010 fiel der Wert wieder auf 21% zurück.
Als kleines Land in einer großen Sprachfamilie erreicht Österreich nationale Marktanteile, die deutlich unter den Ländern in kleinen Sprachräumen liegen. Aber auch hier sind es herausragende Einzelproduktionen, die den Marktanteil volatil halten. Lag der nationale Marktanteil im Inland im Jahr 2007 bei 1,9%, so stieg er 2009 auf knapp 8% und sank 2010 auf 5,1%.
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Als nationale Filme gelten in der Regel alle mit nationaler Beteiligung gezeigten Filme, wie in Österreich, oder nur die nationalen und majoritären Koproduktionen, wie in Belgien. Die Lumiere-Datenbank weist Koproduktionen nur dem majoritären Ursprungsland zu, um Doppel- bzw. Mehrfachnennungen zu vermeiden.
1/ Schätzung
Quelle: Europäische Audiovisuelle Informationsstelle, Focus 2011, Filminstitut