nach oben| Vergabevolumen am Beispiel des ORF
Das Vergabevolumen des ORF bezieht sich auf sämtliche Auftrags- und Koproduktionen, die der ORF in der Zeit vom 01.01. – 31.12. des jeweiligen Berichtsjahres mit österreichischen FilmherstellerInnen abgeschlossen hat, inklusive der ORF-Finanzierungsanteile im Rahmen des Film/Fernseh-Abkommens. Das Volumen umfasst jeweils den Gesamtbetrag, mit dem der ORF sich an einem Projekt beteiligt bzw. mit dem er dieses finanziert. Werden Ko-Beiträge Dritter über den ORF eingebracht, so sind sie ebenfalls im Volumen enthalten. Nicht enthalten sind Käufe von österreichischen FilmherstellerInnen sowie Teamanmietungen. Das Vergabevolumen ist dem Auszahlungsvolumen eines Jahres nicht gleichzusetzen. Der ORF beziffert das Vergabevolumen für das Jahr 2009 mit 90,15 Mio. Euro.
nach oben| Vergabevolumen 2006-2009
 
 
nach oben| FilmherstellerInnen und Vergabevolumen 2006-2009
Betrachtet man das Vergabevolumen ohne Film/Fernseh-Abkommen im Längsschnitt, so fällt ein Rückgang im Jahr 2009 auf das Niveau vor 2006 auf.
Nach Steigerungen in den Jahren 2006 bis 2008 von 87 Mio. Euro auf 93 Mio. Euro im Jahr 2007 sinken die Werte seit 2008. War der Rückgang 2008 mit rund 1% noch relativ gering, erreicht das Minus 2009 bereits fast 10%. Mit knapp 84 Mio. Euro hat der ORF im Jahr 2009 der Branche um fast zehn Mio. Euro weniger Aufträge erteilt als noch 2007. Unverändert bleibt im Wesentlichen die Disparität der Auftragsvergabe eines Großteils der Aufträge an eine kleine Anzahl von Produktionsfirmen. 31 ProduzentInnen erhalten 95% des Vergabevolumens während sich 66 weitere Unternehmen 5% des Volumens teilen müssen. Dies ist vor allem durch die Serienvergaben des ORF bedingt, da hier große Volumina für eine Serie nur geschlossen für die gesamte Staffel an eine Produktionsfirma vergeben werden können. Das ist nicht zuletzt auf die Struktur der heimischen Produktionslandschaft zurück zu führen. Lediglich 19 heimische Produktionsfirmen beschäftigen 20 oder mehr MitarbeiterInnen, und nur 41 Betriebe weisen mehr als neun Beschäftigte auf. Wenn der ORF also mit 31 Unternehmen den überwiegenden Anteil des Vergabevolumens abwickelt, so beschränkt sich das im Wesentlichen auf die wenigen größeren Firmen.
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Quelle: ORF
 
nach oben| Programmaufteilung 2006-2008 nach Vergabevolumen
Das Minus des Vergabevolumens ist in erster Linie auf eine Reduktion der Aufwendungen für Filme zurückzuführen. Lagen diese im Jahr 2006 für Film, Serie und Show noch in etwa auf gleichem Niveau, so betragen die Aufwendungen für Filme 2009 nur mehr rund die Hälfte der jeweiligen Budgets von Serien oder Shows. Beim Film ist ein Minus von 28% zu verzeichnen, der Trend von der klassischen ORF Auftragsproduktion hin zu Produktionen, die durch den FERNSEHFONDS AUSTRIA gefördert werden, wird 2009 fortgesetzt. Diese Entwicklung dokumentiert sich auch in den beauftragten Minuten für die unterschiedlichen Bereiche. Serien und vor allem Shows gewinnen, Filme verlieren.
nach oben| Programmaufteilung nach Vergabevolumen 2006-2009 ohne Film/Fernseh-Abkommen Lade Tabelle
Quelle: ORF
 
nach oben| Programmaufteilung 2006-2009 nach Minuten nach Vergabevolumen ohne Film/Fernseh-Abkommen Lade Tabelle
Quelle: ORF
 
nach oben| Produktionen mit Förderung 2006-2009
Teilweise kompensiert wird dieser Rückgang der Auftragsvolumina für die österreichischen ProduzentInnen durch die Förderungen des FERNSEHFONDS AUSTRIA: Ausgehend von 4,7 Mio. Euro im Jahr 2006 hat das Fördervolumen des FERNSEHFONDS AUSTRIA 2009 bereits 9,1 Mio. Euro erreicht. Die Gesamtsumme der Förderungen bei entsprechenden ORF-Produktionen erhöhte sich von 6,9 Mio. Euro im Jahr 2006 auf zuletzt 11,6 Mio. Euro.
nach oben| Produktionen mit Förderungen 2006-2009 Lade Tabelle
Quelle: ORF, Filminstitut
 
nach oben| Vergabevolumen des ORF (Film) Lade Tabelle
Quelle: ORF
 
nach oben| Vergabevolumen des ORF (Serie) Lade Tabelle
Quelle: ORF
 
nach oben| Vergabevolumen des ORF (Show) Lade Tabelle
Quelle: ORF
 
nach oben| Vergabevolumen des (Dokumentation, Magazin und Kleinaufträge) Lade Tabelle
Quelle: ORF