nach oben| Unternehmen, Umsätze und Beschäftigte
Die Darstellung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit der Filmwirtschaft ist ein zentrales Element des Filmwirtschaftsberichtes. Durch die Zusammenarbeit mit Statistik Austria ist für 2008 erstmals eine detaillierte Betrachtung der Filmwirtschaft für Österreich möglich, womit eine neue Zeitreihe begonnen wird. Es werden die Bereiche Kino- und TV-Film, Werbefilm, Wirtschafts- und Bildungsfilm, Videotheken,
Nachbearbeitung, Verleih/Rechtehandel und Kinos erfasst. Ausgangsbasis für die nun erstmals dargestellten Umsätze 2 der gesamten Filmwirtschaft sind die Werte aus dem Jahr 2008 3. Demnach belaufen sich die kumulierten Umsätze auf fast 668 Mio. Euro. Knapp 40% entfallen dabei auf die Umsätze im Bereich Kino- und TV-Film, gefolgt vom Umsatz von Verleih und Rechtehandel (20,1%) und der Kinos (17,9%). Betrachtet man die Filmwirtschaft als Ganzes, so werden mehr als 6.000 Personen beschäftigt 4.

2 Die Umsätze entsprechen dem steuerbaren Umsatz gemäß Umsatzsteuerrecht und werden mittels Verknüpfung mit dem
Steuerregister den Umsatzsteuerdaten entnommen.
3 Falls für einzelne Unternehmen noch keine Werte für 2008 vorliegen, wurden ersatzweise die Werte von 2007 verwendet.
4 Die Daten zur Anzahl der Beschäftigten werden durch eine Verknüpfung mit dem Dienstgeberregister der Sozialversicherung gewonnen. Diese Daten werden monatlich aktualisiert.
nach oben| Unternehmen, Umsätze und Beschäftigte Lade Tabelle
Quelle: Statistik Austria
 
nach oben| Unternehmen, Umsätze und Beschäftigte - Diagramm
 
 
nach oben| Statistik Austria
Kino- und Fernsehfilmherstellung
  • Herstellung von Spiel- und anderen Filmen, einschließlich Video- und DVD-Aufnahmen, zur direkten Vorführung in Kinos oder für Fernsehsendungen:
    Herstellung von Spiel-, Dokumentar-, Kurz- und Trickfilmen usw. zum Zwecke der Unterhaltung in Aufnahmestudios bzw. Spezialstudios
  • Nebentätigkeiten wie Synchronisieren, Schneiden usw.
  • Betrieb von Ton- und Filmstudios

Werbefilmherstellung
  • Herstellung von Werbefilmen

Wirtschafts- und Bildungsfilmherstellung
  • Herstellung von Wirtschafts-, Dokumentar- und Schulfilmen

Kinos
  • Die Vorführung von Filmen und Videofilmen in Kinos, sonstigen Vorführräumen oder im Freien
  • Tätigkeit von Filmvereinen

Nachbearbeitung und sonstige Filmtechnik
  • Tätigkeiten der Nachbearbeitung wie Montage, Überspielen von Film auf Band, Beund
    Untertitelung, Vor- und Nachspann, Schrifteinblendung, Computergrafik,
    Animation und Spezialeffekte, Entwicklung und Bearbeitung von Filmen sowie
    Tätigkeiten von Aufnahmestudios und Spezialstudios für Trickfilme
  • Synchronisieren
  • Tätigkeiten von Filmmateriallagern usw.

Filmverleih und -vertrieb
  • Verbreitung von Filmen, Videobändern, DVDs und ähnlichen Produkten an Kinos,
    Fernsehnetzbetreiber und -sender sowie Vorführer
  • Erwerb von Film-, Video- und DVD-Rechten

Videotheken
  • Verleih von Videofilmen, Schallplatten, CDs, DVDs usw.
nach oben| Struktur der Unternehmen
Die Statistik Austria konzentriert sich in ihrer Analyse der Filmwirtschaft auf jene Unternehmen, die über eine Gewerbeberechtigung verfügen und ihren
Arbeitsschwerpunkt im Bereich der Filmindustrie haben. Für die Filmproduktion (Kino- und TV-, Werbe-, Wirtschafts- und Bildungsfilm) sind das gemäß
der letzten Erhebung 1.228 Unternehmen mit insgesamt 2.935 Beschäftigten. Diese erwirtschaften gemeinsam einen Umsatz von rund 351 Mio. Euro.

Der Fachverband der Film- und Musikindustrie in der Wirtschaftskammer Österreich erfasst unter seinen Mitgliedsunternehmen 1.877 Filmhersteller,
das sind alle Unternehmen mit einer aufrechten
Gewerbeberechtigung „Filmproduktion“. Laut dieser Quelle sind 90% der Filmproduzenten Ein-Personen-Unternehmen.
nach oben| Struktur der Unternehmen Lade Tabelle
Quelle: Fachverband der Film- und Musikindustrie
 
nach oben| Produktionswert fertig gestellter Filme
Der Fachverband der Film- und Musikindustrie in der Wirtschaftskammer erhebt jährlich den Produktionswert (österreichischer Anteil an den Gesamtherstellungskosten aller in einem Jahr fertig gestellten Filme). Das bedeutet, dass ein Film unabhängig von der Herstellungsdauer erst im Jahr der Fertigstellung Eingang in die Erhebung findet. Für das Jahr 2008 weist der Fachverband einen Produktionswert von 175 Mio. Euro aus (+ 40, 4 Mio. Euro gegenüber 2007), auf die Kinofilme entfallen davon 40,6 Mio. Euro, auf die Fernsehfilme 95,7 Mio. Euro.
nach oben| Produktionswert