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MEDIA Programm
http://www.mediadeskaustria.eu


Das MEDIA Programm (Measures to Encourage the Development of the Audiovisual Industry) ist das Förderprogramm der EU zur Unterstützung der audiovisuellen Industrie in Europa.
Österreich ist bereits 1992 dem MEDIA-Programm beigetreten. Das MEDIA I-Programm lief von 1990 bis 1995, das Folgeprogramm mit dem Namen MEDIA II wurde von 1996 bis 2000 festgesetzt.

Das aktuelle Programm MEDIA Plus läuft von 2001 bis 2006 und hat ein Gesamtbudget von 513 Millionen Euro, das auf vier Bereiche aufgeteilt wird: Vertrieb, Entwicklung, Promotion und Fortbildung.

In jedem Mitgliedsland des MEDIA Plus-Programms ist ein MEDIA Desk eingerichtet. Er berät und betreut die Antragsteller und ist ihnen bei den Einreichungen behilflich. Außerdem ist er das Informationsbüro, erledigt die Pressearbeit für MEDIA und ist ein Bindeglied zwischen nationalen Fördereinrichtungen und der Europäischen Kommission. Allgemein empfiehlt es sich, vor einer Einreichung den Desk zu kontaktieren. In Österreich ist der MEDIA Desk im Österreichischen Filminstitut eingerichtet.

MEDIA Plus ist für unabhängige Produzenten (Kino, Fernsehen, Multimedia), unabhängige Verleiher und Vertriebsunternehmen (Kino, Video, Weltvertriebe etc.) sowie AutorInnen, RegisseurInnen, KinobetreiberInnen, OrganisatorInnen von Seminaren und Filmmärkten etc. interessant. MEDIA Plus übernimmt im Bereich Fortbildung in der Regel maximal 50% der Gesamtkosten einer Fortbildungsmaßnahme in Form von Zuschüssen und in den Bereichen Entwicklung, Vertrieb, Promotion, Pilotprojekte in der Regel maximal 50% der Gesamtkosten eines Projekts in Form von bedingt rückzahlbaren Darlehen oder Zuschüssen. Die Europäische Kommission hat bei der Durchführung des Programms auf die Länder oder Regionen mit geringer audiovisueller Produktionskapazität und/oder mit kleinem Sprachgebiet oder geringer geographischer Ausdehnung besonders Bedacht zu nehmen.

Im Juli 2004 legte die Europäische Kommission einen Entwurf für ein Nachfolgeprogramm MEDIA 2007 vor, das insbesondere die Marktentwicklungen im Bereich der Digitalisierung stärker berücksichtigen soll. Die bisher in MEDIA Plus und MEDIA Fortbildung getrennten Förderbereiche sollen in einem einzigen Programm zusammengeführt werden. Die Kommission will weiterhin primär die Produktionsvorbereitung einschließlich der Förderung professioneller Kompetenzen und Vertrieb/Öffentlichkeitsarbeit unterstützen, nicht die Produktion selbst, die Domäne der nationalen Filmförderung bleiben soll. Die diesbezüglichen Verhandlungen laufen derzeit (Stand: April 2006) auf Ebene des Rates sowie des Europäischen Parlaments.